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Cave – Threace

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Die Band Cave war zunächst ein Projekt, das sich 2006 formierte. Davor waren Crain Cooper (Orgel, Gitarre) und Rex McMurry (Schlagzeug) bei Warhammer 48K, die sich 2008 auflösten. In der Folge wurde das Projekt Cave ernsthafter betrieben und die ersten Aufnahmen entstanden. 2008 erschien „Hunt Like Devil/Jamz“ und 2009 „Psychic Psummer“. Zuletzt wurde das Album „Neverendless“ (2011) veröffentlicht. Cave bewegen sich in den Genres Psychedelic, Drone, Krautrock und sind eine reine Instrumentalband. Neben Crain (der auch Mitglied der Bitchin Bajas ist) und McMurry vervollständigen Dan Browning (Bass) und Jeremy Freeze (Gitarre) das Quartett.

Für ihren neuen Longplayer „Threace“ verwendeten Cave ein 1“ 8-Track-Aufnahmegerät und spielten fünf Nummern mit einer Gesamtspielzeit von knapp 42 Minuten ein. Dabei waren die Tracks zum Teil strukturiert und zum Teil improvisiert, sie gingen sozusagen mit einem Grundkonzept ins Studio, um das sie dann herum jammten. Eine Vorgehensweise, die sie mit Can und Neu! in Verbindung bringt und die Basisrhythmen jener Krautrock-Legenden finden sich bei Cave auch wieder.

Mit „Sweaty Fingers“ (11:52 Minuten) eröffnen sie das Album ganz im Geiste von Can, vor allem was Bass und Schlagzeug betrifft.  Der Bass rumort als wären die Spirits von Holger Czukay oder Jah Wobble (Public Image Ltd.) im Studio zugegen gewesen. Rex McMurry spielt Jaki-Liebezeit-Gedächtnis-Drums, folglich hypnotisch, präzise und wuchtig. Die Gitarren sind funky, am Heavy-Rock orientiert oder splittern kantige Licks ins Geschehen, wobei unterschwellige Jazz-Vibes mitschwingen. Danach erweisen sie auf „Silver Headband“ (08:52 Minuten) Neu! Reminiszenz und bestreiten dennoch einen eigenen Weg. Das Fundament klingt nach Klaus Dinger und Michael Rother, wird jedoch mit den Zwillingsgitarren erweitert, die gegen Ende eine Psychedelic-Heavy-Rock Mauer bauen, die an die späten 60er und frühen 70er mahnt.

Auf „Arrow’s Myth“ (08:47 Minuten) wird zu Beginn das Wah Wah Pedal bis zum Anschlag durchgetreten, der Track nimmt jedoch alsbald eine Hinwendung zum Jazz. Flöte und Saxofon zeichnen Melodiefiguren, die wiederum in silbrige E-Pianoläufe überführt werden, Herbie Hancock lässt grüßen. Nach dem Mittelteil verquicken sie Psychedelic- mit Jazz-Rock, halten dabei immer die rhythmische Dynamik aufrecht. „Shikaakwa“ (05:02 Minuten) klingt nach Can trifft funky Afro-Rock und hat wieder diese treibende Rhythmik, über die eine zwischen Ian Anderson (Jethro Tull), Herbie Mann und Florian Schneider (Kraftwerk) mäandernde Querflöte gelegt wird. Zum Finale flackert „Slow Bern“ (07:13 Minuten) einem rotglimmenden Horizont entgegen.

Das beachtenswerte an dieser Cave Platte ist die Aufrechterhaltung der Spannung und Dynamik, der Zuhörer sitzt gebannt vor den Lautsprechern, um ja nichts zu verpassen. Wiederholt kommen einem Can und Neu! in den Sinn, um diesen Kreis schließlich mit Bands wie Salvatore oder Mushroom u.a. zu erweitern. Inwieweit das Cave Konzept als Instrumentalband im Laufe der Jahre trägt, bleibt abzuwarten. Interessant wäre die Hinzunahme eines Sängers, schließlich hatten Can in Damo Suzuki und Malcolm Mooney zwei hochkarätige Sänger, die diese Band erst so richtig in Szene setzten. Abwarten und die Ohren zu „Threace“ spitzen!

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