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Crystal Antlers – Nothing Is Real

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Gegründet im Jahr 2006, begannen die Crystal Antlers in Pornoschuppen, auf Bikerfesten, Metalfestivals, Teepartys und sogar auf einem fahrenden Speedboot zu spielen. Sie kommen aus Los Angeles, wo die Konkurrenz an Underground-Bands groß ist und es dauerte einige Zeit bis sie richtig wahrgenommen wurden.

Schließlich schafften sie es auf dem Kultlabel Touch And Go Records, ihr Debütalbum „Tentacles“ 2009 zu veröffentlichen. Mittlerweile sind sie beim nicht minder kultigen Label Innovative Leisure gelandet, das ihre dritte Platte namens „Nothing Is Real“ auf den Markt bringt. Es handelt sich um den Nachfolger von „Two-Way Mirror“, der 2011 erschien.

Die Crystal Antlers sind in jenem Noise/Punk-Rock zu Hause, der die 90er prägte. Bands wie die Pixies, Sonic Youth, Dinosaur Jr. und die Butthole Surfers waren damals tonangebend. Gegenwärtig finden sich die Crystal Antlers in der Gesellschaft von No Age, Health, Ponytail, Wavves und Mika Miko wieder. Im Gegensatz zu jenen, setzen die Amerikaner auf etwas melodiösere Songs ohne dabei das Genre zu verraten. Der Überbegriff des Alternative-Rock ist durchaus angebracht.

Alleine der Einsatz einer Orgel lässt schon auf eine andere Herangehensweise schließen. Hier wird nicht einfach drauflos geklöppelt wie bei anderen Noise-Rock-Bands, die Antlers-Songs sind strukturiert, arbeiten mit Brüchen und Melodien. Außerdem gesellen sich zu Noise und Punk einige Garage-, Lo-Fi- und Psych-Einflüsse, gerade für Letzteres ist die Orgel prädestiniert. Im Vordergrund bleibt jedoch krachiger Rock, bei dem Johnny Bell einen rumorend-dunklen Bass spielt, Kevin Stuart ein scheppernd-polterndes Schlagzeug und Andrew King sowohl mit rhythmischen als auch Lead-Gitarren Figuren umgehen kann. Zudem beherrscht er die Fuzzpedale, Feedbacks, aber auch melodische Feinheiten, wie sie z.B. auf „We All Gotta Die“ oder dem „Prisoner Song“ zum Vorschein kommen. Johnny Bell bringt als Sänger viel Leidenschaft und für das Genre ziemlich wenig Gebrüll ins Spiel ohne dabei mit rauen und rohen Elementen zu geizen.

Leider verlieren die Kalifornier mit fortlaufender Spielzeit phasenweise ihr Konzept, so dass Stücke wie „Anywhere But Here“ oder „Wrong Side“ ein klein wenig an Substanz einbüßen und etwas oberflächlich vor sich hindaddeln. Dies bleibt jedoch die Ausnahme, so dass in der Summe ein gutes Noise-Rock Album herauskommt. Das Rad des Genres erfinden sie nicht neu, aber sie drehen daran ein wenig anders als viele Kollegen.

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