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Golden Kanine – We Were Wrong, Right?

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Aus dem schwedischen Malmö sind Golden Kanine, die 2009 mit “Scissors & Happiness” ein Versprechen ablieferten, das sie 2011 mit „Oh Woe!” einlösten. Die Albentitel verraten bereits ein wenig worum es dem skandinavischen Sextett geht, um Gefahren und Glück, um einen staunenden Ausruf und nun um das Falsche, stimmt’s? Dabei verrät ein Blick auf die einzelnen Titel vom aktuellen „We Were Wrong, Right?“ dass sie mit ihren Themen auf dem richtigen Weg sind. Da wären die Mädels „Madeleine“ und „Jennifer“, die Verwunderung „Oh They Caught You Too“ und die Herzensangelegenheit „I Know I Had A Heart Once“.

 Oder sie verfolgen „Plans“, haben „No Fun“, sind Kindheitserinnerungen („Cruelty“) ausgesetzt. Ein Wechselbad der Gefühle wird hier rausgehauen oder sachte auf Samt gebettet, mit den Instrumenten, den Stimmen, den Songs. Indie-Rock und Balkan-Pop, Schmerz und Lebenslust, Folk-Harmonien und Rock’n’Roll Scherben. Wut und Freude, Saxofongeheul und Trompetenschmettern, Trauer und Glück, Mandolinen und Mondschein. Oder: Melancholie und Freudentanz, Posaunenchoral und Schrammelgitarre, alles wird gegeneinander ausgespielt oder auf wundersame Weise zusammengeführt. „it starts now / it starts now / the sinking / and the crawling back“. Du wirst weinen und nicht wissen warum, deine Tränen sind das Salz der Lust und der Wehmut, die Golden Kanine auf dich herabregnen lassen. „soon my hands will be washed from this sin“.

Nach dem Gewitter heftige Schauer: rhythmisches Toben, Trommelwirbel und Bassrumor. Sonnenstrahlen blitzen gülden hinter dem Grau: Stromgitarrenblitze und Synthiesilber, ein Regenbogenzauber: „it shined, it shined“.  Zum Thron das Gold: Überschwang an Chorstimmen, schwedisch-mexikanisches Mariachi-Gebläse, ein warmer Ohrenstrom. „wear my heart on your sleeve / crush my heart so softly“.

Die Rückkehr zur Normalität: Golden Kanine sind eine schwedische Indie-Pop-Band. Natürlich sind sie mehr als das, sie sind Poesie und Wucht, Malstrom und Zärtlichkeit, eine flüchtige Berührung, ein Streicheln und der wilde Tanz ums goldene Kalb. Sie spielen heftige und aufrichtige Popmusik, verkörpern das Wahre im Falschen und sind der Tropfen auf den heißen Stein namens Welt: „if it ends now, carry my body, put it out to rot“. Zum Sterben schön!

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