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John Frusciante – Outsides

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In den Jahren nach seinem Ausscheiden von den Red Hot Chili Peppers und nach der Veröffentlichung von „The Empyrean“ wurde es still um John Frusicante, mal abgesehen von einigen Kollaborationen mit Gitarrist Omar Rodriguez-Lopez von At The Drive-In/The Mars Volta/Bosnian Rainbows.

2012 dann kam ein musikalisch neuer John Frusciante zu Tage, die EP „Letur-Lefr“ und der darauffolgende Longplayer „PBX Funicular Intaglio Zone“ markierten einen Weggang des traditionell gitarre-getriebenen, souligen Sound, wofür seine Solo-Arbeiten bekannt waren und stellten den Beginn seiner immer noch anhaltenden experimentellen Phase mit Electronica und Hip-Hop dar. Musik die er als „progressive Synth-Pop“ beschreibt.

Der Name John Frusciante bedeutete für seine Fans nur eines: warmer Gitarrensound. Diese Wandlung verlangt einem jedoch viel ab, denn von konventioneller Musik kann hier nicht mehr die Rede sein. „Outsides“ besteht zwar nur aus drei Tracks mit einer insgesamt weniger als 20 minütigen Spielzeit, hat aber an musikalischer Vielfalt mehr zu bieten als manche Langrille. Der Opener „Same“ ist eine unglaubliche, anspruchsvolle, zehn-minütige Reise, in der Genres ineinander aufgehen. Funk verschmilzt mit Synthie angetriebenen Trommeln, gefolgt von unendlich langen improvisierten Gitarrensoli.

Keine leichte Kost, aber doch bringt John Frusciante es fertig dass es einem wahrhaftig nicht langweilig wird. Mit „Beathiac“ kann er das vorherige Niveau leider nicht ganz halten, es hört sich eher unausgegoren an. So als wolle er Miles Davis „Bitches Brew“ mit einem Atari Sound versetzen, aber es liegt dennoch klar über dem Durchschnitt. „Shelf“ erinnert an 80er Jahre Synthie-Pop und für Frusciante Verhältnisse fast eingängig und aus der Ferne glaubt man sogar alte Red Hot Chili Peppers Melodien zu hören.

Es ist eine kurze aber impressive und vor allem intensive EP die uns John Frusicante hier vorlegt. Wer bereit und mutig ist, sich auf den „neuen“ Frusciante einzulassen, wird belohnt. Allerdings muss man auch die nötige Offenheit mitbringen und John Frusciante nicht mehr als Ex-Red Hot Chili Peppers Gitarristen sehen, sondern als eigenständigen und innovativen Künstler, was er ja schon eigentlich immer war.

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