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Kristoffer & The Harbour Heads – Hands

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Kristoffer Ragnstam hat zu Beginn seiner Laufbahn als Solokünstler veröffentlicht und tritt nun zum zweiten Mal als Kristoffer & The Harbour Heads in Erscheinung. Für das vorliegende „Hands“ benötigten die Schweden gerade mal eine Woche für den Aufnahmeprozess und verzichteten auf eine allzu ausgefeilte Studiotechnik, um ihre Songs so direkt und natürlich als möglich zu präsentieren. Andererseits sieht Ragnstam das Ganze als Konzeptalbum, jedoch mit einer einfachen reduzierten Vorgabe. Der Titel „Hands“ ist hierfür symbolisch, es geht darum, sich die Hände zu reichen, sich gegenseitig zu helfen.

Kristoffer Ragnstam ist so etwas wie der schwedische Beck, zumindest dessen Eklektizismus hat er verinnerlicht. Folglich ist es eher die Herangehensweise als die Umsetzung, die beiden gemein ist.  Bei Kris & The Harbour Heads schreibt Ragnstam die Lyrics, die Musik komponieren sie als Trio gemeinsam. Dabei ist ihnen durchaus das Kunststück geglückt, diverse Stile in ihre Songs fließen zu lassen, ohne diese dabei zu überfrachten oder zu komplizieren. Demzufolge schließt „Hands“ die Lücke zwischen Songwriter- und Art-Pop. Gewisse Ähnlichkeiten mit Ed Harcourt sind festzuhalten, jener britische Singer/Songwriter fungiert als Duettpartner auf dem vom Piano dominierten „My Mothers House“.

Zudem spielen sie schmissigen Indie-Pop oder lassen das Beach Boys Meisterwerk „Pet Sounds“ nachhallen. Selbst Krautrock Strukturen –  in entschärfter Form – sind auszumachen. Das Bass-Schlagzeug-Spiel mahnt einige Male an The Walkmen und der Indie-Folk der Woods schimmert durch, angereichert mit feingeistigem Pianospiel. Die erste Singleauskopplung „One Two Minutes“ kommt als luftig-rhythmischer Soul-Pop daher und „German Maracas“ als psychedelischer Voodoo.

Kristoffer Ragnstam & The Harbour Heads bieten eine Detailfülle, die einen nicht überfordert. Sie setzen die Einzelteile wie ein Puzzle zusammen und erzielen damit organische Ergebnisse. Kreativität, Fantasie und Inspiration stecken in diesem Album, das als frische Brise die Ohren durchspült. Wer sich davon im Konzert überzeugen will, sollte einen der Termine im Oktober oder November 2013 wahrnehmen, es wird sich bestimmt lohnen!

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