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Man Man – On Oni Pond

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Man Man aus Philadelphia, Pennsylvania werden als experimentelle Rockband bezeichnet, desgleichen dürfen sie unter Art-Pop eingeordnet werden. Auf der Bühne tragen sie meistens weiße Kleidung und manchmal auch Kriegsbemalung. Ihre Konzerte werden als ausgelassen oder als Happenings bezeichnet, sie bestritten bereits Tourneen mit Cat Power, Arcade Fire und Modest Mouse.

Die Amerikaner benutzen alle Pseudonyme, so nennt sich ihr Frontmann Honus Honus und der Schlagzeuger Pow Pow. Die Zwei kooperierten als Songwriter für das nun vorliegende fünfte Album namens „On Oni Pond“. Wenn ein Drummer am Kompositionsprozess beteiligt ist, bleiben neue Rhythmusideen nicht aus und sorgen so für frischen Wind bei Man Man. Als Produzent agierte der erfahrene Mike Mogis (Bright Eyes, First Aid Kit u.a.), der dem Klangbild Schärfe und Detailgenauigkeit verpasste.

Die früheren Man Man Platten gingen noch mit vielen Experimenten, Brüchen und Tempiwechseln einher, auf „On Oni Pond“ präsentieren sie sich geschlossener ohne dabei auf experimentelle Ansätze ganz zu verzichten. Dieses Mal verquicken sie Soul, Psychedelic, Hip Hop, 50er Rock’n’Roll, New Wave und Dub mit Art-Pop und klingen zuweilen als hätten die Talking Heads, Of Montreal, Modest Mouse und The Phantom Band ein gemeinsames Ding ausgeheckt. Fantasie und augenzwinkernder Intellekt sind schließlich die Merkmale, die auf allen Titeln auszumachen sind und sich zudem in den seltsamen bis skurrilen Texten widerspiegeln.

Nach dem Bläser-Intro „Oni Swan“ wird auf „Pink Wonton“ das synkopische Schlagzeugspiel mit einer energetischen Melodielinie verbunden, über der Honus Honus mit cooler Leidenschaft ins Mikro quengelt. Weibliche Chorstimmen, Bläser und Orgel sind dabei die dominierenden Instrumente. Wiederholt loten Man Man das Verhältnis Rhythmus, Groove und Melodie nahezu perfekt aus, so dass die Frage nach dem Genre immer mehr in den Hintergrund rückt.

Von den Fesseln allzu gewollter Brüche befreit, finden sie auf „On Oni Pond“ melodischen Art-Pop, der sogar auf die Charts schielt, „Head On“ ist hierfür das beste Beispiel. Mit Dub-Reggae-Elementen versetzt wird „King Shiv“, dagegen kommt „Deep Cover“ als soulful Folk-Pop mit Ukulele und Bläsern daher. Melodischer Pop mit einem Reggae Backbeat offeriert nicht nur „Sparks“, vielmehr darf der Hörer von Durchlauf zu Durchlauf neue Details entdecken, die Man Mans neues Album zu einem Hörerlebnis werden lassen. Vielleicht verlieren sie mit ihrem neuen Konzept den ein oder anderen alten Anhänger, werden dafür aber im Gegenzug neue hinzugewinnen.

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