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The Rhythm Junks – Beaten Borders

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Im Jahr 2004 formierte sich das Trio The Rhythm Junks in Belgien. Im selben Jahr erschien ihr Debütalbum „Virus B-23“, das weder mit Vogel- noch Schweinegrippe zu tun hat. Ursprünglich wollte sich die Band so benennen, denn jener Virus B-23 ist angeblich ein funky Erreger, der die Leute zum Tanzen bringt. Funk ist lediglich ein Einfluss, der bei den Rhythm Junks zur Geltung kommt. Sie mixen Jazz, Pop, Blues, Soul und Rock hinzu, wobei sie dieses Mal mehr Gewicht auf den Song als den Groove legten. Ein äußeres Anzeichen hierfür ist die Abwesenheit der Bläser, die auf ihrem zweiten Album „Pop Off“ (2007) noch eine wichtige Rolle spielten.

Auf ihrem dritten Album „Beaten Borders“ scheinen die musikalischen Brücken tatsächlich eingebrochen zu sein. Funk und Soul sind kaum mehr wahrnehmbar, wobei jene Spielarten sozusagen als Subtext im Klangraum stehen. Die Titel sind – ihrem Bandnamen gerecht werdend – zumeist rhythmusbetont, Bass und Schlagzeug sind mehr als Soundgrundierung, übernehmen wiederholt melodische Formen. Dem voran Bassist Jasper Hautekiet, der die vier Saiten weitschweifig schwingen, summen und brummen lässt. Hautekiet bedient zudem die Piano- und Keyboardtasten.

Auch Schlagzeuger Tony Gyselinck weicht vom stoisch und stumpf vor sich hin trommeln ab. Er beweist Geschick im Verbinden des Rhythmischen mit dem Melodischen. Attribute, die auf Sänger, Mundharmonikaspieler und Gitarrist Steven De Bruyn gleichermaßen zutreffen. Der Frontmann hat die Lyrics geschrieben, komponiert wurden die Stücke als Trio, was bei diesem Album auch wirklich herauszuhören ist. Wie fließend die unterschiedlichen Ideen zusammenwachsen lässt sich nahezu bei jedem Song ausmachen. Stilistisch sind diese Stücke kaum festzunageln. Hier mal ein Jazzakkord, dort ein angedeuteter Gitarrenrockriff, dann wieder eine im Blues wurzelnde Mundharmonika, die auf eine Popmelodie trifft. Dabei bewegen sie sich weit entfernt von einfachen Vers-Refrain-Vers-Schemata.

The Rhythm Junks haben ein Album eingespielt, das sich keinem Genre zuordnen lassen will. Ihre Songs  fließen als rhythmisch-melodische Zug- oder Autofahrt, bei denen sich die Landschaft stetig und dennoch organisch wandelt. Wie ein Film laufen die Klangbilder, die beruhigen, bewegen oder sich selbst genügen ohne dass dabei die Aufmerksamkeit des Zuhörers nachlässt. Eine seltsame, erstaunliche, schwer zu beschreibende Platte, die sowohl den Nebenbei- als auch Intensiv-Test mühelos besteht.

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