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The Wave Pictures – City Forgiveness – Eine doppelte Dosis Indie-Rock

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Die 1998 in der britischen Provinz gegründete Band The Wave Pictures zählt zu den Konstanten im Indie-Folkrock Universum. Sie balancieren zwischen optimistischer Leichtigkeit und charmanter Bodenständigkeit. Ihre meist fröhlich-rumpelnden und melodie-seligen Alben besitzen immer wieder genug Identifikationspotenzial, um sich Hals über Kopf darin zu verlieren.

Mit dem soeben veröffentlichten neuen Album „City Forgiveness“ dürfte es dem Trio endgültig gelingen, auch die breitere Öffentlichkeit zu begeistern. Der Gitarrensound besitzt noch mehr Kraft, Schlagzeug und Bass nehmen mehr Fahrt auf als je zuvor und Saxofon, Klarinette und Klavier sorgen für die notwendigen Klangfarbentupfer. Dazu kommt noch Frank Tattersalls Stimme, die in manchen Songs an die von The Veils-Frontmann Finn Andrews erinnert. Er nölt und quengelt sich durch das Album, seine teils witzig, teils sarkastischen Lyrics ergänzen sich ganz wunderbar mit der stimmigen musikalischen Mischung aus Folk, Gitarren-Pop und Indie-Rock, die da und dort noch von Afro-Beat oder angedeuteten Reggae- und Ska-Rhythmen ergänzt wird.

Die zwanzig Songs des Doppelalbums spenden Trost, bieten einem eine Schulter zum Ausweinen und sorgen mit viel Witz und großem Esprit für unbeschwerte Freuden. Für das Album ist das Trio zusammen mit den Kollegen von Allo Darlin’ sechs Wochen lang in einem Minivan quer durch Amerika gereist. Folglich ist das Americana-Feeling hier sehr präsent. Lieder wie „The Ropes“, „The Woods“ und „Lisbon“ sind Highlights aus einem Meer von großen Songs. Genau das Richtige für die kommenden Winterstunden. Man fühlt einfach, dass hier Musiker am Werke sind, die noch ehrliche, handgemachte Musik unter die Leute bringen wollen.

Lange vorbei scheinen die Zeiten von Doppel- und Dreifachalben und Monumentalwerken wie „The Wall“ oder „Quadrophenia“. The Wave Pictures haben nun eine für heutige Verhältnisse unendlich lange Doppel-LP aufgenommen und das im Zeitalter der schnellen Downloads. Die geforderte Aufmerksamkeitsspanne bei „City Forgiveness“ ist womöglich die Antwort auf die schnellebige Musikwelt und es ist der ultimative Test für alle Musikliebhaber, wieder mehr Zeit mit der Musik zu verbringen. Diese Platte ist so heimelig und gleichzeitig kratzig wie ein von Oma gestrickter Pulli.

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