Während ganz Deutschland vor Sturmtief „Xaver“ erzittert, dürften die Schweden von Adept angesichts der Hysterie nur lächeln. Adept stammen aus dem im Winter bitterkalten und sturmumtosten schwedischen Örtchen Trosa. Der Ort wird auch als „Weltenende“ bezeichnet – vielleicht mit ein Grund, warum die Schweden ihr neues Post-Hardcorealbum „Silence The World“ genannt haben.

Nach der Gründung im Jahr 2004 dauerte es fünf Jahre bis mit „Another Year Of Disaster“ das Debütalbum von Adept erschien. Ein Album, das Adept viele Türen öffnete und sie mit den größten Genrebands wie A Day To Remember oder Bring Me The Horizon auf Tour brachte. Der Nachfolger „Death Dealers“ von 2011 fiel ungemein melodischer und ausgefeilter aus – eindeutig eine Produktion, die auf den großen Markt schielte.

Anstatt diesen Weg weiter zu beschreiten, zeigt der Drehzahlmesser des neuen Album „Silence The World“ hingegen deutlich nach oben. Schon der Opener „Forever And A Day“ gibt die Marschrichtung vor. Nach ruhigem Beginn preschen Adept mit den kraftvollen Shouts von Robert Ljung nach vorne. Der folgende hymnische Refrain wird von Bandchören ummalt.

Im Vergleich zum vorherigen Album ist der Bandsound deutlich härter geworden. Zwar schaffen es Adept immer noch in Songs wie „The Ocean Grave“ melodische Refrains zu packen, doch wurde die Anzahl der Breakdowns und Shouts nach oben gefahren.

„Secrets“ ist die würdige Single des Albums und kann mit einem eingängigen Refrain überzeugen. Heimlicher Fanvavorit dürfte „Friends That Used To Be“ sein, das den Spagat zwischen energiegeladenen Shouts und zuckersüßem Refrain perfekt meistert.

Ein weiterer Song auf den das zutrifft ist „The Toughest Kids“, in dem Adept über Scheidungen singen, die Familien auseinander reißen und die Kinder allein lassen. Nach den Beziehungs- und Partytexten der beiden vorherigen Alben stellt dies eine weitere Neuerung dar.

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