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Tess Parks – Blood Hot

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Tess Parks. Ein neuer Name am Psychedelic-Rock Himmel! Sie wurde im kanadischen Toronto geboren, wo sie auch aufwuchs. Eltern und Großeltern waren ebenfalls Musiker. Mit 17 Jahren zog sie um nach London um ihren musikalischen Weg in Angriff zu nehmen, zudem studierte sie dort Fotografie. Schließlich versuchte sie sich als Solokünstlerin und bestritt Auftritte sowohl im UK als auch in ihrer kanadischen Heimat. In Toronto stellte sie dann ihre psychedelische Backing Band namens The Good People zusammen mit Gitarrist Andrew McGill, Bassist Thomas Huhtala sowie Produzent und Multiinstrumentalist Thomas Paxton-Beesley.

 Während ihrer Zeit in London lernte sie den legendären Alan McGee kennen, der neuerdings das Label 359 Music betreibt, auf dem Tess Parks nun herauskommt. Mc Gee behauptet: „Sie ist erst 23 und schon eine erstaunlich gute Songwriterin, dabei weiß sie es selbst noch gar nicht so genau. Ihre schönste Qualität jedoch ist ihr fehlendes Ego, sie ist eine verblüffende Lady.“ Verblüffend war auch ihre EP „Work All Day/Up All Night“, die anfangs 2013 erschien und in Toronto aufgenommen wurde, wo sie auch mit den Demos für das nun vorliegende Debütalbum begann.

 Diesem verabreichte sie den Titel „Blood Hot“ und wurde sicherlich mit heißblütigem Herzen eingespielt, klingt jedoch nach obercoolem Psychedelic Rock. Das Promoinfo schreibt es wäre eine Kreuzung  aus Mazzy Star und The Brian Jonestown Massacre und kehrt damit bereits einige Facetten des Longplayers hervor. Der Opener „Somedays“ nimmt als Basis einen Glam-Rock-Rhythmus, der alsbald ins Psychedelische driftet und ist das Intro für ein waberndes, in Kaleidoskop Farben schillerndes Psychedelic-Rock-Album. Es öffnen sich nicht nur die „Gates Of Broadway“, vielmehr die Tore zu einem Trip, der den Regenbogen ebenso hell leuchtend wie dunkel melancholisch ausmalt.

 Die Stromgitarren twangen, flackern und züngeln, der Bass grundiert und malmt in des Hörers Magengrube. Das Schlagzeug versteht nicht nur den Rhythmus, es hilft auch die Melodien auszugestalten, in dem vor allem den Becken die außerordentlichen Töne entlockt werden. Dazu die mädchenhafte Stimme der Protagonistin, die glatt als Tochter von Hope Sandoval (Mazzy Star) durchgeht. Dabei wirkt sie nicht nur feminin-kindlich, sondern strahlt auch eine coole Reife aus, eine interessante und ungewöhnliche Mixtur, die „Blood Hot“ den besonderen Reiz verleiht. Zwischen das hallende, berauschende Getöse streut sie auch semi-akustische Psychedelic-Folk-Rock- und Dream-Pop-Balladen („Stick Around“ , „Walk Behind Your Home“ und „Goodnight Love“) und erinnert damit aufs aller angenehmste an Kendra Smith (The Dream Syndicate) und David Roback (Rain Parade, Mazzy Star), die in den 80ern gemeinsam als Opal unterwegs waren.

Tess Parks legt hier ein mehr als beachtenswertes Debüt vor. Das schwelgt natürlich einerseits in der Vergangenheit des Psychedelic Rock und Paisley Underground, zeigt andererseits die Zeitlosigkeit jener Genres auf. Zudem gelingt es ihr die Balance zwischen Atmosphäre und Songwriting zu halten. Eine Kunst, die nur wenige in dieser Form und Tiefe beherrschen. Da wird noch einiges kommen von dieser talentierten Dame und deren Mitstreiter!

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