Folge deinen Lieblingskünstler*innen – verpasse kein Konzert · 
Jetzt Fan-Mitglied werden

Dear Reader (Credit Cityslang))Drei Alben hat die Singer/Songwriterin Cherilyn MacNeil alias Dear Reader bisher veröffentlicht. Das letzte mit dem Titel „Rivonia“ ist im April diesen Jahres erschienen. In den insgesamt 11 Songs erzählt die gebürtige Südafrikanerin von ihrer Heimat und ihrer Kindheit, und wandelt auf den Spuren ihrer Vorfahren. So handelt Track Nummer sechs „Man Of The Book“ zum Beispiel von ihrem Urgroßvater, der mit Mahatma Gandhi das Bett geteilt hat, weil der indische Revolutionär keinen Platz zum Schlafen hatte.

We Followed Every Sound

Passend zu dieser dramatischen Geschichte, hat sich Cherilyn MacNeil entschlossen, die Songs von „Rivonia“ neu aufzunehmen. Und zwar nicht alleine, sondern mit der Unterstützung des Deutschen Filmorchesters Babelsberg. Im Gegensatz zu dem Original, das instrumental eher spartanisch ausgestattet ist, wird die gefühlvolle Stimme der Südafrikanerin in der neuen Version von zahlreichen Streichern und Bläsern getragen. Die zarten und leisen Töne bleiben dabei erhalten. „We Followed Every Sound“ heißt die neue Platte, die ab dem 6. Dezember im Handel erhältlich ist und einen Musicalcharakter besitzt. Dear Reader hat nicht nur die Lieder des letzten Albums neu eingespielt, sondern auch Stücke von ihren ersten beiden LPs „Idealistic Animals“ und „Replace Why With Funny“.

Von Südafrika nach Berlin

Mittlerweile lebt Cherilyn MacNeil in Berlin und spricht übrigens auch fließend Deutsch mit einem kleinen reizenden Akzent. So kann sie bei Konzerten äußerst charmant erzählen, wovon ihre Songs handeln. Das ist vor allem bei ihrem letzten Album „Rivonia“ wichtig, denn das Thema Südafrika ist kompliziert und voller historischer, politischer und sozialer Spannungen. In diesem schwierigen und von Unruhen geplagten Umfeld ist die Sängerin aufgewachsen. In ihrer Heimatstadt Johannesburg gehörte sie zu der kleinen britisch-stämmigen Minderheit, also weder zu den Buren noch zu den südafrikanischen Ureinwohnern. Aufgrund der Apartheid, die erst 1994 mit der Präsidentschaft von Nelson Mandela endete, gehörten ethnische Spannungen zum Alltag – und prägen das Land auch heute noch.

Ihre erste Band gründete Cherilyn MacNeil zusammen mit dem Bassisten Darryl Torr, der die junge Frau davon überzeugen konnte, Musik zu ihrem Lebensmittelpunkt zu machen. Das Duo veröffentlichte unter dem Namen Harris Tweed 2006 ihr Debüt mit dem Titel „The Younger“ und trat als eine der ersten südafrikanischen Bands beim South By South-Festival in Texas auf. Harris Tweed heißt allerdings schon ein schottisches Kleiderlabel, das ein Patent auf den Namen hat. Deshalb mussten sich die beiden Musiker umbenennen und wurden zu Dear Reader.

2010 trennten sich MacNeil und Torr dann einvernehmlich und Dear Reader wurde das Solo-Projekt der südafrikanischen Sängerin.  Ab jetzt ist sie die Chefin und konzipiert ihre Songs weitestgehend selbst, holt sich dann aber Unterstützung von befreundeten Musikern wie zum Beispiel dem Calexico-Schlagzeuger Martin Wenk, dem Produzenten Brent Knopf, Earl Harvin von den Tindersticks – oder sie spannt gleich ein ganzes Orchester ein, wie bei ihrem neusten Werk.

Dear Reader live

Wer Cherilyn MacNeils sanfte Stimme nicht nur auf CD hören möchte, sondern lieber live erleben will, der kann sich schon mal auf 2014 freuen. Denn nach einer kurzen Weihnachtsverschnaufpause startet Dear Reader gleich am 1.1.2014 mit einem Neujahrskonzert in Berlin. Auftritte in Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt, Aachen, Bochum, Bremen und vielen weiteren deutschen Städten folgen.

„Dear Reader – We Followed Every Sound" in deine Jahres-Charts?

Fan-Mitglieder markieren Alben als Favorit und küren ihre eigenen Jahrescharts.

Kommende Konzerttermine

Keine aktuellen Termine

Schreibe einen Kommentar

Das könnte dir auch gefallen

James Ellis Ford – Lost In Another World
Album

James Ellis Ford – Lost In Another World

Moby – Live am Elbufer, Dresden
Konzert

Moby – Live am Elbufer, Dresden

Mina Richman – Different Flavours Of Being Happy
Album

Mina Richman – Different Flavours Of Being Happy

MusikBlog präsentiert Jafunk
News

MusikBlog präsentiert Jafunk

Login