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Eggs Laid By Tigers – Under The Mile Off Moon – Dylan Thomas goes Indie

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Wie finden wir den richtigen Bandnamen? Eine Frage, die sich sicherlich auch die Dänen namens Eggs Laid By Tigers gestellt haben. Sicherlich wurden sie fündig, nachdem sie beschlossen hatten, für ihr Debütalbum Dylan Thomas Gedichte zu vertonen. „I wrote wonderfully original things, like eggs laid by tigers“ wird Dylan Thomas zitiert, der walisische Schriftsteller wäre dieses Jahr 100 geworden.

Freilich nicht der einzige Grund, die Gedichte des Briten in Songs zu transformieren. Ein Unterfangen, an dem sich bereits viele Interpreten versuchten. Darunter John Cale, der auf seinem Longplayer „Words For The Dying“ drei Thomas Gedichte zu Songs formte. Ganze acht interpretierte Michael Hansonis (von der Band King Candy) auf seinem Album „Drink And Drive With Dylan Thomas“.

Insofern machen die Eggs Laid By Tigers zwar nichts Neues, gehen dabei aber unbefangen, dennoch versiert zur Sache. In Peter Bruun, Martin Dahl und Jonas Westergaard stehen ihnen dabei gleich drei singende und komponierende Musiker zur Verfügung. Wobei jene Arbeitsteilung auch zum Nachteil hätte geraten können, denn viele Köche verderben bekanntlich den Brei.

 Wer sich Dylan Thomas Gedichte als Songvorlage zur Brust nimmt, hat naturgemäß jenen Rhythmus der Worte im Ohr, die des Walisers Zeilen auszeichnen. Ein Rhythmus, der gerne auch mal vertrackter daherkommt, zudem stecken in Thomas‘ Gedichten biblische Anspielungen, erotische Finessen, Todesfantasien, Gottlosigkeiten, Lästerliches, Verworrenes, alles von ihm in einer bilderreichen und kraftvollen Sprache in poetische Form gebracht.

Wahrlich eine Herausforderung, jene sprachlichen Vexierspiele in Songs umzumünzen. Die Eggs Laid By Tigers haben diese angenommen und zeitigen mit „Under The Mile Off Moon“ ein stimmiges Ergebnis. Sie gehen dabei stilistisch in die Breite und sind kaum festzulegen. Die Instrumentierung mit diversen Saiteninstrumenten, Bass, Drums, Keyboards und Bläsern ist nahezu klassisch, der Gesang wird meist mehrstimmig intoniert. Erstaunlich harmonische Indie-Pop-Songs sind letztlich dabei heraus gekommen. Titel wie „Time Enough To Rot“ und vor allem „Let It Be Known“ fordern einen geradezu zum Mitsingen heraus. Hin und wieder sorgen die Bläserarrangements für eine wohltemperierte Atmosphäre wie etwa auf „High On A Hill“ oder „Lie Still, Sleep Becalmed“. Einige Male schleichen sich dabei einige Ragtime- oder Walzer-Sequenzen ein, die das Nostalgische mit der Moderne verknüpfen.

Andere Titel werden als feinsinniger Art-Pop wahrgenommen wie z.B. das sechseinhalbminütige „Admit The Sun“, das mit melodisch-rhythmischen Versatzstücken arbeitet und trotz Brüchen wiederholt schillernde Melodiebögen findet. Auch akustisch gezupftes findet statt, hierfür stehen die besinnlichen Stücke „Since On A Quiet Night“, „Cabaret“ und „Written For A Personal Epitaph“. Der „Clown In The Moon“ und „Song“ werden von balladesken Pianolinien an die Hand genommen.

Ohne allzu viele musikalische Dylan Thomas Adaptionen zu kennen, lässt sich über Eggs Laid By Tigers viel Lobenswertes ausschütten. Ohne verkopfte oder allzu intellektuelle Spinnereien sind ihnen stimmige Umsetzungen der Dylan Thomas Gedichte gelungen. Die Songs klingen natürlich, auf angenehme Art harmonisch und balancieren Wortkunst und Komposition mit scheinbar leichter Hand aus.

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