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Michael Yonkers – zwei Vinyl Reissues auf Drag City

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Beim Namen Michael Yonkers stehen selbst bei Musikexperten einige Fragezeichen im Gesicht. Der 1947 geborene Amerikaner ist eine dieser obskuren Kultfiguren, die kaum einer kennt. Unter dem Namen Michael Yonkers Band erschien 1968 „Microminiature Love“, ein Proto-Typ des Noise-Garage-Art-Punks, irgendwo zwischen The Velvet Underground, The Fugs, Captain Beefheart und Frank Zappas Mothers Of Invention zu verorten. Aus unerfindlichen Gründen erschien das Album nicht wie geplant auf Sire Records und wurde daher so gut wie gar nicht von der Öffentlichkeit wahrgenommen.

1971 erlitt Yonkers einen Unfall, der eine degenerative Rückenmarkerkrankung zur Folge hatte. Dennoch nahm Yonkers weiterhin auf und veröffentlichte auf seinem eigenen Label bis ins Jahr 1976. Danach wurde es ruhig um den Künstler.

Nun werden nach und nach seine Platten wiederveröffentlicht. So erschien1997 eine Kompilation, welche die Jahre 1964-1969 abdeckte. Nachdem 2002 „Microminiature Love“ als Vinyl-Reissue-Edition von Plattensammlern geschätzt und gekauft wurde, ließ Sub Pop 2003 jenes psychedelische Garagen-Rock-Werk als CD mit sechs Bonustracks folgen. Drag City beleuchtet nun mit zwei Vinyl-Reissues die Folk-Seite Michael Yonkers, die in den 70ern zum Vorschein kam.

Michael Yonkers – Michael Lee Yonkers

Das Album “Michael Lee Yonkers” wurde 1971/72 aufgenommen und erschien 1974 auf Yonkers’ eigenem Label. Im Geiste von Künstlern wie The Holy Model Rounders oder The Legendary Stardust Cowboy spielte Yonkers mit wenigen technischen Mitteln 13 Country-Folk-Songs ein, die vor allem der Atmosphäre wegen überzeugen. Darunter einige Live-Aufnahmen und speziell für Kinder vorgetragene Lieder. Dabei gelingen ihm einige intensive Songs wie z.B. das an Johnny Cash mahnende „Funboots“, oder das im Blues verhaftete „She Can Cry Her Tears Alone“. Hervorzuheben ist Yonkers‘ Stimme, die mit Tremolos den Liedern einen ganz speziellen Spirit beibringt. Zudem hat Yonkers Humor, nimmt sich nicht allzu ernst und erschafft dennoch einen hörenswerten, aufrichtigen Zyklus.

Michael Yonkers with Jim Woehrle – Borders Of My Mind

Ebenfalls 1974 erschien das 1973 aufgenommene “Borders Of My Mind”, das Yonkers mit seinem Freund und Musikerkollegen Jim Woehrle einspielte. Woehrle spielt ebenso fließende wie transzendierende Tonfolgen auf dem Piano und singt mit Yonkers relaxte Harmonien, die von Akustikgitarrenklängen mitgetragen werden. Dabei entsteht eine zurückgelehnte, zuweilen gar heitere Atmosphäre, die sich auch von Telefonläuten nicht stören lässt. In Woehrles Appartement entstanden diese Aufnahmen, die auch von einem Hauch Psychedelia umwölkt werden und Mitte der 70er den Geist der 60er lebendig hielten bzw. gehalten hätten, denn auch „Borders Of My Mind“ blieb nahezu im Verborgenen und erlangte wie „Michael Lee Yonkers“ Kultstatus. Für die Originale werden übrigens bis zu 60 Dollar eingefordert.

Drag City sorgt nun mit den Vinyl-Wiederveröffentlichungen dafür, dass die LPs für einen konsumentenfreundlichen Preis über die Ladentische gehen. Dabei wurden die Aufnahmen einem sanften Remastering unterzogen, so dass die spezielle Atmosphäre der Alben erhalten blieb. Außerdem wurde das Original-Coverartwork reproduziert und somit hält der Kunde nahezu perfekte Vinyl-Reissues in seinen Händen.

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