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Ane Trolle – Honest Wall

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Ane Trolle? – Nie gehört. Vielleicht ja doch, denn sie hat bereits mit Trentemoller zusammengearbeitet und war Teil der Formationen JaConfetti und Balstyrko. Die breitere Öffentlichkeit bescherte ihr jedoch der Song „Sweet Dogs“, der in diversen Charts zu finden war und dem Duo Trolle/Siebenhaar einigen Erfolg bescherte. Eine Unbekannte ist die Dänin folglich nicht und ihr Solo-Debütalbum war nur eine Frage der Zeit. Die ist nun gekommen, denn Ane Trolle legt den Longplayer „Honest Wall“ vor. Gemeinsam mit Produzent und Musiker Peter Leth (The Crooked Spoke, Junior Senior) hat sie zwölf schillernde Songs aufgenommen.  Inspirieren ließ sie sich von ihren Reisen, die sie unter anderem nach Ruanda, Haiti und in die USA führten.

Um Weltmusik handelt es sich dennoch nicht, vielmehr hat Ane Trolle ein facettenreiches Singer/Songwriter-Album eingespielt, das diverse Stile zusammenführt. Dabei gelingt es ihr das Ganze stimmig und stimmungsvoll in Szene zu setzen und bringt den in viele Richtungen zielenden Songs Homogenität bei. Selbst das Booklet spiegelt Einklang und Vielfalt wider. Fotos und Texte versetzen einen bereits in die entsprechenden Stimmungen, die mit geheimnisvoll, poetisch, verstörend und schillernd längst nicht vollständig erfasst sind.

Zum Auftakt werden die „Dead Souls“ heraufbeschworen und sanfte Elektro/Trip-Hop-Klänge mit analogen Instrumenten verbunden. Mittendrin leuchtet die klare, ausdrucksstarke Stimme der Dänin. Mit ähnlichen Mustern wurde der Titelsong kreiert und Ane Trolle flaniert auf mit Beth Orton verwandten Pfaden. Dagegen drängt „Two Faced“ ein wenig in die Alternative Rock Ecke mit vertrackter Rhythmusstruktur, über die sie einen Piano-Pop-Melodiebogen spannt. Das anschließende „Rooftop“ rockt dann subtil zwischen Throwing Muses und den Solo-Scheiben von Kristin Hersh. „The Remedy“ lässt in einigen Momenten an Portishead denken, aber auch Beth Orton schimmert wieder durch.

Das von Gitarren betonte „River Of Chimes“ vibriert und fließt wie Labsal ins Ohr. Den Kontrast setzt „Salute“, mit afrikanisch inspirierten Trommeln und verzerrten Synthie-Grooves lässt es an die Solo-Debüt-Platte „Invisible Ones“ von Orenda Fink (Azure Ray) denken. Dem mysteriösen und spannungsgeladenen „Algae & Bottles“ folgt das Bass rumorende und Keyboard glitzernde „A 100 People“. Das bezaubernde, zu Herzen gehende „Tournament“ und das von Piano und Streichern getragene „Ribbon Arms“ sind mehr als Ausklang, zeigen vielmehr die verträumte Seite der Ane Trolle auf.  „Honest Wall“ lebt von den Kontrasten, die nach einigen Durchläufen kaum mehr wahrgenommen werden, denn letztendlich wachsen die Songs zu einer Einheit, einem wunderbaren Album zusammen.

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