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Wir sehen uns nicht als Musiker – Liars im Interview

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Die Liars wurden von dem australischen Sänger Angus Andrew und dem amerikanischen Gitarristen Aaron Hemphill in New York gegründet. Ihr Musik kann als experimentell beschrieben werden. War der Gesang der Band am Anfang noch sehr Schrei-betont, so schlichen sich im Laufe der Zeit immer mehr elektronische Elemente mit ins Spiel. Jetzt liefern sie uns ihr siebtes Studio-Album „Mess“ ab, wo der Gesang von Angus Andrew immer heller und deutlicher wird. Der Gitarrist Aaron Hemphill von den Liars ist zu „wahren“ Antworten im MusikBlog Interview bereit.

MusikBlog: Die Band hat im Laufe der Zeit oft die Standorte gewechselt. Wo befindet ihr euch im Moment?

Aaron Hemphill: Momentan befinden wir uns in Los Angeles. Hier haben wir auch unsere letzten Alben aufgenommen. Ich selber bin auch hier aufgewachsen. Es gibt natürlich, wie in jeder Stadt auf der Welt, positive und negative Aspekte einer Stadt, aber im Großen und Ganzen fühle ich mich doch sehr wohl hier.

MusikBlog: Als ich euer neues Album zum ersten Mal hörte, fiel mir auf, dass eure Musik immer mehr von Electronica beeinflusst wird. War das so geplant oder ist es eher ein natürlicher Vorgang?

Aaron Hemphill: Ich glaube, es ist eher ein natürlicher Vorgang. Du bist auf Tour und fängst an, Songs zu schreiben und du wirst auch inspiriert durch Erfahrungen und neue Elemente. Als Musiker willst du dich ja auch weiterentwickeln. Wir sind keine Band, die traditionelle Songs schreibt, die immer einem Schema folgen. Es gibt andere Bands, die haben eine musikalische Basis und auf denen bauen sie dann auch immer ihre Songs auf. Das ist bei uns definitiv nicht der Fall.

MusikBlog: Gibt es einen Song auf „Mess“, wo du das Gefühl hattest, jetzt gehen wir ein wenig zu weit und dann seid ihr wieder zurückgerudert?

Aaron Hemphill: Ich würde es eher so sehen, dass wir uns viel Freiraum lassen. Aber letzten Endes haben wir dann immer viel zu viele Ideen und dann muss man anfangen zu sortieren. Es fällt natürlich immer schwer, diese oder jene Idee fallen zu lassen. Aber für mich ist ein natürlicher Vorgang. Ein anderer Faktor ist, dass wir uns nicht als Musiker sehen, die wirklich ihre Instrumente spielen. Ich sehe mich zum Beispiel nicht als Gitarrist und so hast du dann auch mehr Freiraum zum Experimentieren.

MusikBlog: Habt ihr jemals daran gedacht, ein Album mit abgespeckten Versionen eurer Songs aufzunehmen?

Aaron Hemphill: Ja das wäre schon eine interessante Idee, aber wir sind eben eher eine Band, die näher an Electronica ist. Somit glaube ich kaum, dass wir das umsetzen würden. Wenn man, wie wir, immer auf der Suche nach neuen Sounds ist, dann will man nicht unbedingt einen Schritt zurückgehen.

MusikBlog: Liest du die Kritiken von euren Alben, wenn sie herauskommen?

Aaron Hemphill: Also es interessiert mich schon, was andere über uns schreiben. Das Interessante daran sind die verschiedenen Meinungen. Hier sieht man ganz klar, dass jeder eine andere Perspektive hat, wie er unsere Musik sieht. Aber ich lasse mich nicht davon beeinflussen.

MusikBlog: In den letzten Jahren gab es ein großes Comeback der Schallplatte .Wie siehst du diese Entwicklung? Glaubst du, dass die Leute den Wunsch haben, ein Album wieder als Ganzes zu betrachten, anstatt nur ein paar Songs zu hören?

Aaron Hemphill: Ich war sowieso nie ein großer Fan von Kompilationen. Ich finde, man sollte sich schon Zeit nehmen und ein Album an einem Stück anhören. Nur so kann man die Musik wirklich genießen. Es gibt aber auch Bands, die haben eben nur einen Song auf ihrem Album, der bekannt und gut ist, da wird es dann schon schwieriger. Aber ich glaube, es ist wichtig, auch für die junge Generation, sich wieder Zeit für die Musik zu nehmen. Mit dem Comeback der Schallplatte sind wir auf einem guten Weg dorthin. Es ist ja auch ein Zeichen, dass die Leute wieder mehr zur Album-Kultur als zur Song-Kultur tendieren.

MusikBlog: Ihr geht im April wieder auf Tour. Ist der Unterschied groß, ob man ein Konzert in Europa, Amerika oder Asien gibt?

Aaron Hemphill: Ich würde das nicht so katalogisieren. Man kann jetzt nicht sagen, wenn man ein Konzert in England gibt und die Leute nicht tanzen, dass Engländer kein enthusiastisches Volk sind. Ich sehe da keinen Unterschied. Wenn das Publikum mal nicht so mitgeht, kann es ja auch daran liegen, dass unsere Performance an dem Tag vielleicht nicht so gut war.

MusikBlog: Habt ihr auch die Möglichkeit, die Orte wo ihr gerade seid, ein wenig zu besichtigen?

Aaron Hemphill: Es interessiert mich schon, neue Orte und Leute kennen zu lernen. Ich bin auch sehr dankbar, als Musiker das Privileg zu haben, um die Welt zu reisen. Wäre ich nicht Musiker geworden, hätte ich vielleicht nie die Möglichkeit gehabt, andere Orte zu besichtigen. Aber wenn wir auf Tour sind, dann sind wir schon sehr fokussiert auf unsere Show. Wir proben und bereiten uns auf die Show vor, um den Leuten ein gutes Konzert zu präsentieren. Das hat dann doch schon Vorrang.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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