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Damon Albarn – Everyday Robots – Gemütlicher geht’s nicht mehr

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Damon Albarn, der Kopf von Blur und Gorillaz, bringt sein erstes „richtiges“ Solo-Album heraus. Der Mann ist, was musikalische Outputs angeht, ja schon ziemlich hyperaktiv und auch in puncto Diversität kann man sich bei ihm nicht beklagen.

Blur liegen im Moment mal wieder auf dem berühmten „Eis“. Oder doch nicht? Na ja, das weiß keiner so richtig, nicht mal die Band selbst. Es gibt immer wieder Live-Auftritte und im Studio sind Blur auch schon seit Jahren, aber außer ein paar Singles kam bis jetzt nichts. Als Blur Fan muss man schon ein sehr geduldiger Mensch sein.

Mit den Gorillaz beschritt Damon Albarn elektronische Pfade und der Erfolg war enorm, dann reiste er nach Mali und musizierte mit den Einheimischen. Ach ja, und er veröffentlichte auch noch eine Halb-Oper mit dem Titel „Dr. Dee“, diese basierte auf dem Schaffen und Leben von John Dee, dem medizinischen und wissenschaftlichen Berater der englischen Königin Elizabeth I.

Nach so vielen verschiedenen musikalischen Richtungen ist man gespannt auf „Everday Robots“. Schlägt es eher in Richtung Blur, Gorillaz oder in eine andere ganz andere Richtung? Beim Opener „Everyday Robots“ geht es ziemlich gemächlich zu, ein schleppender Beat begleitet von der sanften Stimme von Damon Albarn. Hier riecht es nach gedrosselten Gorillaz. Aber man soll ja nicht immer alles mit älterem Material vergleichen. Dies fällt einem bei Damon Albarn doch eher schwer, denn er ist schon so viele Wege gegangen, dass uns nur noch ein reines Blues-Album überraschen würde.

Es geht weiter mit den leisen Tönen bei „Lonely Press Play“. Hier präsentiert sich Albarn schon fast als Crooner, aber mit leiser Stimme. Er führt uns mit sanften, leicht elektronisch angehauchten Stücken durchs Album. Aber alles bleibt auf dem gleichen Level, man wartet auf eine Eruption, die kommt aber nie. Ob das Stück nun „You & Me“ oder „Seven High“ heißt – irgendwie muss man sich schon manchmal zwicken, um wach zu bleiben. Vielleicht wäre doch ein wenig mehr Abwechslung nicht schlecht gewesen. Nur beim letzten Stück „Heavy Seas Of Love“ wird es wenig lebendiger. Als würde Damon Albarn uns zum Abschluss noch eine Abschiedshymne vortragen.

Wer das Cover betrachtet, kann sich ungefähr vorstellen wie „Everday Robots“ klingt. Damon Albarn sitzt mit gesenktem Kopf auf einem Hocker und fast glaubt man, er hätte auch in dieser Position das Album eingesungen. „Everyday Robots“ ist schön, daran besteht kein Zweifel, aber viele Lieder werden einem nicht in Erinnerung bleiben. Die Platte legt man abends auf, um gemütlich den Tag abklingen zu lassen. So und jetzt hoffen wir, dass Blur Mitbegründer und Gitarrist Graham Coxon kommt, Damon Albarn vom Hocker reißt, mit ins Studio nimmt, seine Gitarre einstöbselt und uns in naher Zukunft ein energiegeladenes Blur-Album vor die Füße knallt.

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