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Marcus Wiebusch (Credit Andreas Hornoff)

Marcus Wiebusch mit Video zu Was wir tun werden

Sehr interessante Idee: Marcus Wiebusch inszeniert in seinem neuen Video zum Lied „Was wir tun werden“ die tänzerische Bewegung von Jugendlichen spielerisch als visuelle Stille Post während er selbst im Hintergrund gesanglich aktiv ist.

Das Video ist ein Vorbote zu Wiebuschs erstem Album „Konfetti“, das übermorgen -also am 18.04. – erscheinen wird. Die Platte wird als experimentell beschrieben und springt zwischen den verschiedenen Musikstilen Electro, Hip-Hop, Blasmusik und Sprechgesang. Einen ersten Einblick in das Album zeigte Wiebusch kürzlich mit der Singleauskopplung „Der Tag wird kommen“. In diesem etwa sieben Minuten langen Song formuliert der Kettcar-Sänger mit klaren Ansagen und zurückgelehnter Stimme, die perfekt in die intime Atmosphäre einer spätabendlichen Kneipenunterhaltung unter vier Augen passen würde, sein Weltsicht. Das Lied handelt davon, wie er sich eine tolerante Welt vorstellt, wie eine bessere Welt aussehen könnte und was wirklich wichtig ist. Er ist wie ein Philosoph, der sich im gedanklichen Dreieck zwischen Homophobie, Fußball und Fortschritt bewegt. Die Sicht ist also im Vergleich zu „Was wir tun werden“ eher Richtung Innen gerichtet.

In „Was wir tun werden“ besingt Marcus Wiebusch das Herz des Menschen als schlechten Wegweiser und Kompass. Das Herz bringt uns dazu, in den komischsten Situationen Dinge zu tun, die weder vernünftig noch zielführend sind – zum Beispiel mitten in der Nacht emotional bewegt und betrunken SMS-Nachrichten an andere Menschen zu schreiben.

Entgegen der naheliegenden Vermutung greift Wiebusch im Video visuell allerdings nicht auf kitschige Darstellungen zurück, sondern lud junge Tänzer der HipHop Academy Hamburg ein, um mit deren Hilfe auf optischer und körperlicher Ebene Stille Post zu spielen. Die Grundidee ist denkbar einfach: Einem Tänzer wird die Filmaufnahme eines anderen Tänzers gezeigt, dessen Bewegungen er nun mit seinem eigenen Körper und innerhalb seiner Interpretation nachtanzen soll. Herausgekommen ist ein sehr interessantes Musikvideo, das gleichzeitig zum Lächeln und zum Nachdenken bewegt.


(Wenn das Video nicht angezeigt wird, bitte hier klicken)

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