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Parquet Courts – Sunbathing Animal

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Zwei Jahre sind seit dem Debüt der Parquet Courts vergangen. Die aus Brooklyn, New York stammende Band spielt auf ihrem neuen Werk „Sunbathing Animal“ einen Mix aus Indie-Rock und Garage-Rock. Der Sound ist sehr erdig und auch die Produktion ist eher angelegt an ihre offensichtlichen Vorbilder Fugazi. Auch Parallelen zu At The Drive-In sind präsent, nur ohne den Ausbruch von Krach, den diese immer zelebrierten.

Die Stimme des Sängers Andrew Savage ist bestimmt nicht die allerschönste, aber darum geht es in dem Genre ja auch nicht. Die Band rumpelt die Lieder eher runter , als darauf zu achten, ob jede Note sitzt. Dies ist Musik, die nach Ende 80er/Anfang 90er klingt.

Es sind die typischen, auf kleinsten Raum verdichteten Gitarren, der hinterhältige Schlagzeugfahrplan und die unspektakulären, aber soliden Bass-Schlaufen, die hier den Ton angeben. Ob man nun den Opener „Bodies Made Of“ oder das Stück „What Color Is Blood?“ nimmt, hier ist Nostalgie angesagt. Und zwar für alle, die den rohen, aber doch melodiösen Indie-Sound der 90er vermissen.

„Sunbathing Animal“ gibt es einem das Gefühl, dass hier vier Musiker am Werke sind, die unbedingt die alte Zeit wieder heraufbeschwören wollen. Dies klingt sicher ganz nett. Aber wir schreiben nun mal das Jahr 2014 und alles, was uns hier geboten wird, war schon mal da. Dennoch ist es schön, wieder mal einer Band zu lauschen, die sich nicht einfach nur bieder der Zeit anpasst. Vom kommerziellen Standpunkt aus grenzt diese Platte in der heutigen Zeit schon fast an Wahnsinn, denn mehr als ein paar Nostalgiker wird sie wohl nicht ansprechen.

Es gibt Menschen, die sich bitterlich beklagten, dass dem Indie-Rock angeblich die nötige Weiterentwicklung fehle. Mehr Stagnation als Revolution. Nur: Eine Revolution ist nicht beliebig wiederholbar, ihr Lieben! Klingt auf „Sunbathing Animal“ irgendetwas neu? Feuern uns Parquet Courts Innovationen im Sekundentakt um die Ohren? Nein, sicher nicht. Wollen oder erwarten wir das überhaupt? Ebenfalls nein. Das können ruhig andere besorgen und solange man nicht das Gefühl hat, die Parquet Courts würden immer denselben Song spielen, darf das auch gerne noch eine Weile so weiter gehen. Die Vier halten das Tempo meist im moderaten Bereich und wenn das nicht so abgedroschen klingen würde, könnte fast schon von einem weisen Alterswerk einer jungen Band die Rede sein. Alles sitzt perfekt an seinem Platz und wirkt, trotz oder gerade wegen seiner aus der Zeit gefallenen Anmutung, frischer als es sich so manch andere junge Band erträumen könnte.

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