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Casper ist ein bisschen süßer als ich – Marathonmann im Interview

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Diese Band klingt einfach nur hart und laut, mit einer Energie, die ausreicht um jeden Marathon hinter sich zu bringen. Bei Marathonmann sticht besonders Sänger Michi heraus. Mit seiner rauen Stimme schreit er bis zum Anschlag. Zur Veröffentlichung des neuen Albums „… und wir vergessen was vor uns liegt“ sprach MusikBlog mit Michi.

MusikBlog: Michi, du bist sicher nicht einer von den Sängern, bei dem die Mädels sagen: „Boah, hast du eine schöne Stimme!“ Für was bekommst du Komplimente?

Michi: Manchmal schon für die Stimme, da heißt es dann, ich klinge wie Casper. Aber sonst für die Texte, weil sich Viele darin wiederfinden und sich da was raus ziehen können. Wir bekommen Komplimente dafür, dass wir zugängliche und nicht zu billige Texte schreiben. Anscheinend genau richtig, um was rein zu interpretieren, aber so, dass man die Aussage der Texte versteht.

MusikBlog: Bei welchen Inhalten finden sich die Leute denn besonders wieder?

Michi: Eigentlich bei fast allen unserer Songs. Die Themen stammen aus dem Leben. Unser neues Album handelt von der Sicht in die Zukunft, die in der Gegenwart gerade stattfindet. Das was um uns herum passiert: Freundschaften oder Wut oder Erinnerungen an vergangene Tage oder Menschen, die man verloren hat und lauter so Sachen. Darum sind die Texte für viele so zugänglich, weil das Themen sind, die viele Leute erleben.

MusikBlog: In eurer Bandbeschreibung schreibt ihr von Schicksalsschlägen, die einen aus dem „Leben, auf immer gleichen Bahnen“ herausholen. Hört sich dramatisch an. Habt ihr viel durchgemacht?

Michi: Uns gehts eigentlich gut. Aber es passieren Dinge um uns herum, die wir halt beobachten. Und wenn man genau hinschaut und eben nicht diesen Tunnelblick hat, dann merkt man halt, dass viele schlimme Dinge passieren. Und da kommt auch der Gedanke, dass von einer Sekunde auf die andere alles aus sein kann. Wenn eben jemand verstirbt, so etwas kann ja Tag für Tag jedem passieren. Mein Großvater ist gestorben vor sechs Jahren, das ist natürlich ein Schlag oder man hat mal ne Arbeit verloren oder hat eine Beziehung beendet oder es ist irgendwas vorgefallen. Wir sind ja alle schon gegen 30. Da hat man natürlich schon einiges erlebt und ist daran gewachsen oder natürlich auch in die Knie gegangen und wieder aufgestanden. In jedem Leben passieren schlimme Dinge, da kommt keiner daran vorbei. Auch dem reichen Scheich, der die Milliarden auf dem Konto hat, passieren Rückschläge.

MusikBlog: Der Marathon des Lebens, sozusagen. Was ist dein persönlicher Marathon?

Michi: Also mein Marathon ist einfach, mein Leben so gut es geht zu führen, einfach ein guter Mensch zu sein, ein bisschen doof gesagt. Einfach die Menschen um mich herum glücklich zu machen, gute Freunde zu haben, eine schöne Beziehung zu führen und das Leben so wie es kommt zu nehmen und das Beste draus zu machen. Und natürlich ist mein Marathon auch gerade, mit der Band weiter zu kommen, alles zu geben, das Album rauszubringen und einfach eine coole Zeit mit meinen besten Freunden in der Band zu haben. Und sich nicht unterkriegen zu lassen, sondern den Marathon weiter zu laufen, auch wenn er schwer ist.

MusikBlog: An welcher Position läufst du gerade in deinem persönlichen Marathon des Lebens – vorne, hinten oder eher in der Mitte?

Michi: Ich würde jetzt mal sagen Mitte, ein bisschen vorne. Ich hab mein Leben schon im Griff und weiß genau was ich tu. Mitte bis vorne.

MusikBlog: Euer Sound ist in meinen Ohren purer Punk – stimmt das, oder sollte man das anders nennen?

Michi: Es ist richtig, wir machen auf jeden Fall Punk. Man setzt ja immer das schöne Wort „Post-“ davor. Die Wurzeln sind im Punk, bisschen Hardcore, bisschen Metal, schon in der schnellen Musik, etwas härteren Musik. Darauf bauen wir auf und versuchen unseren eigenen Stil drauf zu setzen. Wir sehen uns aber keiner Szene angehörig. Wir sind einfach vier Typen, die Musik machen, unsere Musik machen.

MusikBlog: Du klingst als Sänger ein bisschen wie Casper, wie du schon gesagt hast. Ist das gewollt, hat er dich inspiriert oder ist es einfach so?

Michi: Es ist einfach so. Der hat mich gar nicht inspiriert. Die Band gabs schon bevor ich den kannte und ich versuche niemanden nachzumachen. Das ist einfach Zufall, ich finde das selbst aber gar nicht. Aber ich seh es natürlich als Kompliment, weil wir hören seine Musik innerhalb der Band und finden den auch cool. Wir haben ja auch schon mal mit ihm gespielt in der Schweiz…

MusikBlog: Gab es da Verwechslungen beim Publikum zwischen dir und Casper?

Michi: Also nicht, dass ich das mitbekommen hätte. Ich glaube die Fans, wissen genau wie der ausschaut und was der für einen Hintern hat und welche Frisur. Ich sah da glaub ich ein bisschen anders aus, eher in die Punkrichtung, die Neu-Punk, Post-Punk-Richtung: T-Shirts mit abgeschnittenen Ärmeln, enge Hose, Tattoos überall. Ich glaub Casper ist ein bisschen süßer als ich. Ich seh ein bisschen abgeschissener aus (lacht).

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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