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Die Annäherung an das Abstrakte – Angus & Julia Stone im Interview

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Der Zeitpunkt und die Begleitumstände suggerierten alle etwas anderes. Nichts deutete zunächst darauf hin, dass Angus & Julia Stone wieder gemeinsam ein Studio betreten oder gar ein Album aufnehmen würden. Jedenfalls bis Über-Produzent Rick Rubin seine Fühler ausstreckte und beide zu sich in seine Shangri-La Studios holte. Obwohl das australische Geschwisterpaar gerade jeweils erfolgreich den musikalischen Solopfad eingeschlagen hatte, rückten beide für ihr drittes Studioalbum sogar erstmalig auch beim Songwriting zusammen und wagten ganz unbeschwert einen neuen Versuch. Wir trafen beide zwischen einer Partie Ping-Pong im sommerlichen Berlin und ließen uns von ihnen berichten, wie aus temporärer Unentschlossenheit dann schließlich doch ein neues Album wurde.

MusikBlog: Der Plan war ein ganz anderer. Und doch blickt ihr nun auf euer drittes gemeinsames Album, dessen Entstehung eher dem Zufall geschuldet ist. John Lennon sagte einmal so schön „Life is what happens while you’re busy making other plans„. Das gilt dann auch für euer Album, oder?

Julia: Das ist ein sehr schönes Zitat!

Angus: Ja, ich denke, das trifft den Nagel auf den Kopf. Ein Freund von uns hat dieses Zitat einmal in einem Song verwendet, in dem es genau darum geht, dass man nie so genau weiß, was als nächstes auf einen zukommt. Du befindest dich auf dieser einen Straße, fährst gemütlich auf dieser entlang bis du plötzlich an Geschwindigkeit gewinnst und sich dieses eine Ziel vor deinen Augen in die Realität verwandelt. Es braucht immer Zeit bis man sich daran gewöhnt hat und so hat es sich auch für uns mit dieser Platte angefühlt. Mir gefällt die Vorstellung, dass sich etwas über einen gewissen Zeitraum entwickelt. So ist es doch mit den meisten schönen Dingen im Leben. Ausserdem ist die Ungewissheit, die in diesem Prozess mitschwingt, gesund für das Resultat.

Julia: Wenn man ein Album macht, schwingt generell so viel Geheimnisvolles darin mit. Das ist in meinen Augen ganz wunderbar. Man folgt einfach seinem Instinkt und lässt sich davon leiten. Dafür ist es so wichtig, dass man nicht allzu angestrengt seinen Ideen nachgeht. Ansonsten ist man wahrscheinlich auf dem falschen Weg. Generell gesehen, war die gesamte Atmosphäre während dieser Abumaufnahmen sehr entspannt für uns. Daher haben wir uns gesagt: „Lasst es uns versuchen und innehalten sobald wir auch nur annähernd das Gefühl haben, wir trampeln gerade durch den Busch anstatt auf der Straße zu fahren.“ Alle Komponenten rund um uns herum mussten stimmen. Dabei spielte es auch keine Rolle, dass wir mit Rick Rubin aufnahmen. Hätte das nicht für uns funktioniert, dann wäre das eben so gewesen. Wir habes uns nicht von den Komponenten um uns herum beirren lassen. Während unserer ganzen Karriere haben wir schon nach diesem Prinzip gehandelt und sind bisher immer ganz gut damit gefahren. Es macht einfach keinen Sinn, einer Idee nachzujagen, wenn sich diese nur halb gut anfühlt. Wir haben es anfangs auch nicht für möglich gehalten wieder zusammen eine Platte zu machen, aber auf der anderen Seite erschien es uns dann doch als richtige Entscheidung.

MusikBlog: An welchem Punkt hat sich für euch das Gefühl eingestellt, dass ihr euch keine Gedanken mehr darüber machen musstet, ob die Dinge in die richtige Richtung laufen würden?

Julia: Das war vermutlich ein paar Wochen vor Betreten des Studios der Fall. Wir kamen beide ungefähr einen Monat vor den Aufnahmen nach Los Angeles. Zu dem Zeitpunkt hatten wir uns schon eine Weile lang nicht mehr gesehen und wir wohnten dann zusammen in einem Haus, was sehr schön war. Zunächst saßen wir dort mit all diesen separat entstandenen Songideen um uns herum und wussten nicht so recht, ob es uns gelingen würde, diese auch zu einem Album zusammenzufügen. Wir hatten ohne Frage Zweifel daran, denn wir waren eine Zeit lang unabhänging voneinander unterwegs gewesen.

Für mich war das der Höhepunkt meiner eigenen Verwirrung, was das ganze Projekt anging. Ich glaube Angus ging es da sehr ähnlich. Da haben wir für uns entschieden, uns allein von unserem Gefühl leiten zu lassen, egal was um uns herum passiert. Genau dann schlug Angus vor, einfach ins Studio zu gehen und zu jammen, denn das machen wir schließlich am liebsten. Wir wollten auf musikalischer Ebene sehen, was die neuen Songs für uns bereit hielten und uns gar nicht allzu sehr mit Gewissensfragen aufhalten. Genau ab diesem Punkt, als wir zusammen stundenlang in einem Raum voller Instrumente steckten und sich diese gewisse Spielfreude einstellte, wussten wir, dass wir ein neues Album machen würden.

MusikBlog: Für viele Fans von euch war, trotz eurer Solokarrieren, wohl zumindest ein Funken an Hoffnung da, dass ihr auch wieder gemeinsam Songs aufnehmen würdet. Ist es für euch als Musiker beruhigend zu wissen, dass euch beide Wege offenstehen?

Julia: Es hat definitiv etwas Beruhigendes. Wir waren ja als Künstler schon immer solo unterwegs und haben unser eigenes Ding gemacht bis wir es dann zusammen versucht haben. Es ist als Musiker schön diese Balance zu haben. Auf der einen Seite können wir unseren Soloprojekten nachgehen, auf der anderen Seite macht es Spaß gemeinsam an Ideen zu arbeiten und diese dann in die Tat umzusetzen. Ich kenne einige Bands, die ständig aufeinander hocken und irgendwann diese Müdigkeit verspüren nur in dieser einer Formation unterwegs zu sein. Sie sehnen sich nach einer Veränderung, können aber nicht aus diesem Gefüge ausbrechen. Dieses Problem haben wir zum Glück nicht. Wir empfinden es als sehr inspirierend sowohl solo als auch zusammen Musik machen zu können.

MusikBlog: Wurde die Vorstellung eines gemeinsamen Albums dennoch abstrakter für euch, nachdem ihr weitere Soloalben veröffentlicht habt?

Julia: Wir empfanden es als beide als unglaublich schön, auf eigene Faust unterwegs zu sein und waren beide glücklich mit unseren Solo-Projekten. Uns geht es in allererster Linie darum herauszufinden, wie wir als Künstler noch ein erfüllteres Leben führen können. Demnach war die Vorstellung wieder gemeinsame Sache zu machen nicht allzu sehr abstrakt für uns nachdem wir unser eigenes Ding gemacht hatte. Wir wussten nur nicht so recht, wie wir es anpacken sollten. Schließlich hatten wir vorher auch noch nie zu zweit Songs geschrieben und waren trotz der vergangenen zwei Alben und den Tourneen keine Band im klassischen Sinne. Es war eher der Fall, dass wir als zwei Solokünstler Songs auf einem Album veröffentlichten. Uns fehlte diese Erfahrung wirklich zusammen Musik zu schreiben. Wir hatten uns daher vorgenommen, dass wir genau dort ansetzen würden, falls es dazu kommen sollte, dass wir mit Rick Rubin ins Studio gehen. Wir wollten nicht erneut jeder für sich arbeiten. Das Konzept des Albums selbst war natürlich abstrakt, aber nicht die grundlegende Idee gemeinsam einen Weg zu finden.

MusikBlog: Was war für euch der beste Weg, um dem großen Abstrakten Schritt für Schritt näherzukommen?

Julia: Ich glaube, man muss sich der Tatsache bewusst werden, wo man sich gerade befindet und das für sich nutzen. Es macht keinen Sinn, sich selbst gedanklich in allzu weite Ferne zu begeben. Dann verpasst man womöglich den Moment, an dem es wirklich für einen weitergeht. Wir haben versucht, uns mental von diesen zeitlichen und räumlichen Komponenten zu lösen, um uns allein auf die Musik zu konzentrieren. Alles andere spielt keine Rolle und ist viel zu stressig. Du kannst dir nicht selbst einreden, in die Zukunft blicken oder abschätzen zu können, wo du einmal mit deinen Ideen landen wirst. Das ist eine unglaubliche Belastung für den Körper und die Seele.

Angus: Wäre es möglich sich in die Zukunft zu transportieren, dann würden wir wahrscheinlich alle niemals aus dem Bett kommen und von dort aus alles in die Wege leiten! (lacht)

Julia: Jetzt bin ich schon wieder an dem Punkt angelangt, an dem ich viel mehr erzähle als nötig und abschweife. Du musst wissen, das ist eine schlechte Angewohnheit von mir.

Angus: Das stimmt! Du kannst einfach nicht anders.

Julia: Aber ich habe es einmal versucht. Ein Freund von mir gab mir nämlich die Aufgabe wirklich nur Informationen von mir zu geben, die von mir verlangt werden. Alles Überflüssige sollte ich vermeiden. Das ging einen ganzen Tag so. Ich war der Meinung, dass mich das nicht großartig beeinflussen oder verändern würde. Dann fiel mir aber auf wie viel ich rede ohne überhaupt gefragt zu werden. Scheinbar spreche ich oft ohne Grund, denn an diesem Tag war ich ziemlich still. (lacht)

MusikBlog: Ihr habt bereits erwähnt, dass das gemeinsame Songwriting Neuland für euch war. Wie war es für euch so nah beieinander zu arbeiten und euch unmittelbar auszutauschen bzw. sich in den anderen hineinzuversetzen?

Angus: Es war cool. Natürlich mussten wir uns etwas daran gewöhnen, denn in der Vergangenheit wurden wir nie vor diese Herausforderung gestellt, aber es hat sich gut angefühlt. Vor allem auch deshalb, weil wir ziemlich schnell wussten, welche Songs sich unter diesen Umständen dafür eignen würden. Daraus hat sich eine ganz spezielle Energie entwickelt, die wir in der Form so noch nicht kannten. Im Nachhinein kann ich nicht einmal genau sagen, warum wir es nicht schon vorher probiert haben. Vielleicht waren wir beide einfach nicht aufgeschlossen und frei genug dafür gewesen. Es war eher so, als ob wir beide in unseren eigenen kleinen Welten leben würden, wenn ich auf unsere anderen Alben zurückblicke.

MusikBlog: Seid ihr während dieser Songwriting-Phase auf Gemeinsamkeiten gestoßen, die euch so noch nicht bewusst gewesen sind?

Angus: Das ist eine gute Frage. Bisher habe ich noch gar nicht bewusst darüber nachgedacht, inwiefern sich unsere Art des Songwritings oder all die damit verbundenen Entwicklungen ähneln. Julia, hilf mir mal auf die Sprünge…!

Julia: Ich habe festgestellt, dass wir uns beide sehr darin ähneln, wenn es darum geht uns in bestimmte Situationen hineinzufühlen und diese zu lesen. Vielleicht hat es etwas mit unserer Erziehung oder der gemeinsamen Vergangenheit zu tun. Wir kommen in einen neuen Raum oder sind einer neuen Umgebung ausgesetzt und bewegen uns auf ähnliche Weise darin, was unser Verhalten angeht. Das sind sehr elementare Dinge, aber mir ist das schon häufiger aufgefallen. Dann gibt es natürlich noch das klassische Geschwistersyndrom, bei dem wir meistens genau wissen, was der andere gerade denkt oder sagen will. Oftmals lässt mich Angus nicht einmal den Satz beenden, weil er genau weiss, worauf ich gleich zusteuern werde. Er guckt mich dann nur wissend an und sein Blick sagt alles bevor ich überhaupt mit meiner Aussage fertig bin. Je älter wir werden, umso öfter passiert uns das.

MusikBlog: Der Produzent des Albums, Rick Rubin, hat im Vorfeld eurer Zusammenarbeit ein wenig die Vermittlerrolle übernommen. Ist er so ein überzeugender Typ, dass er es geschafft hat euch beide wieder für ein gemeinsames Album zu begeistern?

Angus: Ja, das ist er, aber eher auf eine subtile Art und Weise. Er ist ein sehr besonderer Mensch, der die Gabe hat ohne jeglichen Druck oder ähnliches dafür zu sorgen, dass sich die Dinge entfalten können, die ihm vorschweben. Das ist großartig. Sein Anwesen ist Grund genug, um sich dort wohlzufühlen und genau diesen eben angesprochenen Zustand zu erreichen. Es mag eigenartig klingen, aber er muss nur im Raum sein und du hast das Gefühl allein seine Anwesenheit bewirkt etwas. Er hat in der Vergangenheit so ein gutes Händchen dafür bewiesen gezielt mit vielen wundervollen Bands zu arbeiten, die insgesamt so vielseitig sind. Das ist wirklich beeindruckend. Die Shangri-La Studios in Malibu sind so ein historischer Ort. Wenn man dort aufnimmt, kann man noch den Geist all der tollen Künstler spüren, die mit ihren entstandenen Alben bereits Geschichte geschrieben haben.

Julia: Wenn jemand wie Rick an dich glaubt und auf einer solch kreativen Ebene mit dir zusammenarbeitet, dann hörst du dir an, was er zu sagen hat. Er besitzt diese Fähigkeit dir wirklich Dinge zu vermitteln. Er würde dir niemals nur leichtfertig etwas sagen, damit er einen Satz in den Raum wirft. Er sagte zum Beispiel zu uns: „Ihr habt noch nicht DAS Album gemacht“, womit er absolut Recht hatte. Uns war sofort klar, was er meinte.

MusikBlog: Natürlich genießt jemand wie Rick Rubin einen exzellenten Ruf als Produzent. Doch einmal davon abgesehen, was hat euch dazu bewogen sich ihn an eure Seite zu holen?

Julia: Normalerweise haben wir gar keinen Produzenten, der uns bei unserer Arbeit lenkt. Für meine Soloalben habe ich diesen Part zusammen mit einem Freund übernommen, aber das war eher eine Ausnahme. Meistens sind wir mit einer Band auf Tour gewesen, haben Songs geschrieben und sind dann einfach ins Studio gegangen, um diese aufzunehmen. Es war bisher immer alles sehr direkt und unkompliziert. Wir dachten uns bisher immer, dass wir das selbst hinbekommen und niemanden brauchen, der uns sagt, wo es lang geht. Schließlich machen wir schon eine Weile zusammen Musik. Ich will damit nicht sagen, dass wir wahnsinnig gute Produzenten sind, aber wir wissen immerhin, was wir tun und sind überzeugt davon.

Als Ricks Name dann irgendwann im Raum stand, wollten wir bis dato noch gar kein Album machen. Ausserdem kannten wir ihn als Person gar nicht, sondern nur seinen Namen bzw. all die großartigen Alben, die er in der Vergangenheit produziert hat. Wir waren also nicht in der Lage zu sagen, ob diese Zusammenarbeit funktionieren würde. Ein paar Freunde von uns hielten uns dann wiederholt Platten unter die Nase, auf denen Rick mitgewirkt hatte. Das waren all die Alben mit denen wir quasi aufgewachsen sind! Wir konnten also gar nicht anders als ihn dann irgendwann kennenzulernen und uns zumindest anzuhören, was er uns zu sagen hatte. Er ist so ein angenehmer Zeitgenosse. Ich habe seine Gesellschaft sehr genossen. Wenn man mit ihm arbeitet, will man ihn ständig um sich haben. Wie macht er das nur? (lacht) Im Nachhinein glaube ich, dass er zu diesem Zeitpunkt der einzige Mensch war, der dieses Album mit uns auf die Beine hätte stellen können.

MusikBlog: Wie muss man sich den Arbeitsethos vorstellen, wenn man mit Rick Rubin im Studio sitzt und ein Album macht?

Julia: Er ist ein wahres Arbeitstier. Wir lagen in Sachen Arbeitsmoral nicht ganz so weit vorne wie er bzw. war unser Rhythmus ein anderer. Angus und ich fangen gerne später am Tag mit der Arbeit an, womit er aber einverstanden war. Er schläft ohnehin nur ca. vier Stunden pro Nacht. Das ist jedenfalls mein Eindruck, wenn ich so an unsere gemeinsame Zeit zurückdenke. Er arbeitet fast ununterbrochen. Selbst als wir geschlafen haben, ging er mit ein paar Leuten unsere Demos durch oder hatte andere Aufgaben nebenher zu bewältigen. Er ist mit Sicherheit einer der meistbeschäftigsten Leute auf dieser Welt und hat immer unglaublich viel zu tun. Und dennoch ist er immer ganz bei dir, wenn du mit ihm zusammenarbeitest. Es würde ihm zum Beispiel nie in den Sinn kommen während eines Gesprächs auf sein Handy zu gucken. Das gefällt mir sehr an ihm. Er ist bei allem, was er tut, so fokussiert. Und sei es nur der Fall, dass er eine Tasse Tee mit dir trinkt!

MusikBlog: Ihr habt bereits erwähnt, dass ihr euch in den Shangri-La Studios automatisch wohlgefühlt habt. Wodurch genau wurde dieses Gefühl in euch ausgelöst?

Angus: Mir kam es so vor, als würde ich dort in einer Art Luftblase schweben. Einer Art utopischer Insel, zu der nicht jedermann Zugang hat. Es gibt nicht allzu viele Möbelstücke, sondern alles ist sehr großzügig angelegt.

Julia: Oh, und es gibt große Fensterfronten, die alles sehr offen gestalten.

Angus: Vom Haupthaus aus kann man sogar das Meer sehen, was zusätzlich eine tolle Atmosphäre schafft. Während der Takes kann man also immer rausgehen und sich ins Gras legen, wenn man möchte. Das ist übrigens auch ganz schön und weich.

Julia: Ausserdem ist es unglaublich grün. Es strahlt geradezu. Überhaupt wirken die Farben auf dem Anwesen sehr intensiv und fast schon überzogen. Morgens liegt dann auch noch dieser Dunst über dem frischen Gras und es fühlt sich an als würde man durch die Wellen im Meer spazieren. Dann gehst du ins Haus und überall schwirren beschäftigt Leute umher, aber ohne, dass du sie großartig wahrnehmen würdest. Alles passiert eher nebenher. Es war schon ein großer Luxus so zu arbeiten. Wir mussten uns wirklich um nichts anderes als die Musik kümmern, denn wir wurden sogar bekocht. Das war toll. Gleichzeitig hat man keinerlei Ausreden etwas anderes als Musik zu machen, denn man konzentriert sich praktisch nur darauf. Ich kann mich erinnern, dass wir einmal so müde vom Spielen waren, dass wir einfach aufstehen und uns einen Tee machen wollten. Aber das hat dann jemand anderes übernommen! (lacht)

Angus: So zu arbeiten ist eine Herausforderung und Luxus zugleich. Einerseits strengst du dich sehr an, weil dir in diesem Umfeld so viele Möglichkeiten zur Entfaltung gegeben werden, dann wiederum genießt man die Tatsache sich um nichts anderes als die Musik zu kümmern. Das waren wir bis dahin gar nicht gewohnt.

Julia: Nicht nur Rick, sondern auch sein gesamtes Team, ist unfassbar gut. Es gibt für alles einen Spezialisten. Schraubten wir in der Vergangenheit an den Knöpfen des Verstärkers herum, um den richtigen Sound zu bekommen, geht das bei den zuständigen Tontechnikern wie von selbst. Sie alle kennen ihr Metier bis ins letzte Detail und sorgen dafür, dass alles perfekt ist.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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