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Interpol – Live im Täubchenthal, Leipzig

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Es lag schon eine besondere Stimmung über der Industriebrache im Westen von Leipzig. Immerhin hatten sich für diesen Tag die gestandenen Interpol aus New York angesagt, um eines ihrer beiden Clubkonzerte zwischen ihren Festival Auftritten des Sommers zu spielen, auch um einige Songs des neuen Albums „El Pintor“ vorzustellen, der ersten gemeinsamen Veröffentlichung seit vier Jahren.

Ausverkauft war der Auftritt im relativ kleinen Täubchenthal schon weit im Vorfeld. Trotzdem erstaunlich, wie viele Menschen dann den Einlass passierten, es war zu befürchten, dass die Luft an diesen recht warmen Sommerabend im Inneren nicht für alle Besucher reichen würde.

Der Support Childhood lieferte eine solide Indie-Rock Mischung. Basslastig und mit griffigen Hooklines versehen, war das insgesamt jedoch keine Bewerbung für einen Headliner Einsatz. Etwas mehr Mut zur Eigenständigkeit wäre nötig, so grüßten aus den Songs nicht nur der kommende Hauptact, sondern im Intro auch Wayne Husseys Düsterrocker The Mission. Nach `ner halben Stunde war es dann vorbei, Umbau, Soundcheck und Warten.

30 Minuten später betrat dann der stets korrekt gekleidete Paul Banks mit Daniel Kessler und Samuel Fogarino die Bühne und mit „Say Hello To The Angels“ ging die Post ab. Hit auf Hit knallte aus den Boxen, wobei der Hauptteil des Gigs vornehmlich aus Material ihrer ersten beiden Alben „Turn On The Bright Lights“ und „Antics“ bestand. Songs vom hit-losen „Our Love To Admire“ fielen daher folgerichtig aus und vom selbstbetitelten letzten Album gab es immerhin „Lights“ in der Zugabe. Die vorgestellten Stücke „My Desire“, „ Anywhere“ und „All The Rage Back Home“ vom am 03.09.2014 erscheinenden Neuling lassen vermuten, dass sich im Hause Interpol musikalisch keine signifikanten Änderungen ergeben werden Die Songs reihten sich eher unauffällig in das Set ein. Irgendwie scheint die Band gefangen in ihrer eigenen Diskographie, die keine spürbaren Variationen der Arrangements zulässt.

Wahrscheinlich ist das auch gut so, denn das ausgelassene Publikum feiert die Band schließlich wegen ihres unverwechselbar dunkel-opulenten Sounds, welcher live von weiterem Personal an Bass und Keyboards unterstützt wird und besonders eindringliche Momente hat, wenn Kessler zum Gitarrensolo ansetzt. Den unverbesserlich im Takt mitklatschenden Menschen gefällt’s und der Blick in die Runde zeigt, dass Interpol keineswegs eine Spartenband  für Schwarzträger ist. Pärchen jenseits der 30 wippen genau so mit wie der Micro-Mosh-Zirkel vor der Bühne herumwirbelt. Mit „PDA“ ist der unbestrittene Höhepunkt der Veranstaltung erreicht. Paul Banks, den man auch schon schlechter gelaunt erlebt hat, bedankt sich jeweils höflich mit einem „Dankeschön“.

So kurz und knackig die Songs, so kurz das Konzert. Nach 60 Minuten war Schicht, aber die Musiker ließen sich vom Publikum noch für eine Zugabe auf die Bühne bitten. Dann ging das Licht an, der Sauerstoff im Saal hat gereicht und die Besucher verloren sich in die laue Sommernacht. Die Band war da vermutlich schon auf dem Weg nach Roskilde.

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