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Basement Jaxx – Junto

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Einst standen Basement Jaxx für das Gute in der Musik. Für Groove. Für Soul. Für den richtigen Riecher. Doch dann kam das Jahr 2009, sie veröffentlichten mit „Zephyr“ ein relativ blutleeres Chillout-Album und waren seitdem nie mehr gesehen. Fünf Jahre lang ließen sich Simon Ratcliffe und Felix Buxton Zeit, um ihren Sound wiederzufinden. „Junto“, ihr siebtes Studioalbum, soll beweisen, dass dies gelungen ist.

Mit dem Intro und „Power To The People“ wird die Platte äußerst exotisch eingeläutet. Steel Drums und Karibikmelodien – die Vermischung von Urlaubsfeeling und Elektro war schon früher eine der Paradedisziplinen von Basement Jaxx. Und erneut zeigen sie, dass dieser Mix keinesfalls so cheesy sein muss, wie er sich in der Popmusik häufig gestaltet.

Im Verlauf von „Junto“ gesellen sich auch andere musikalische Einflüsse dazu. In „Unicorn“ wird man an die Anfänge des House erinnert. „Never Say Never“ hätte ebenfalls in den späten 80ern oder frühen 90ern veröffentlicht worden sein kann. Für dieses nostalgische Gefühl sorgt vor allem die Adaption von Teilen des Textes von „Teardrops“, Womack&Womacks größtem Hit.

Stellenweise rutscht dieses retrolastige Partygefühl jedoch zu stark in den besinnungslosen Hedonismus ab, mit dem die Elektroszene schon vor zwanzig Jahren zu kämpfen hatte. Wenn beispielsweise in „We Are Not Alone“ „The sky is not the limit“ oder in „What’s The News“ „I came to party, so what’s the news?“ gesungen wird, mag das selbstironisch die lyrischen Versatzstücke aufgreifen, die in der Dance-Szene immer wieder verwendet werden. So oder so führt es aber dazu, dass die Songs durch diesen geringen Wiedererkennungswert weniger gut im Ohr hängen bleiben.

Eine wahre Offenbarung ist dann ein Song wie „Summer Dem“, der musikalisch so viel zu bieten hat, dass der Text ohnehin in den Hintergrund rückt. Hier passiert an allen Instrumenten – aber vor allem an den Synthies – so viel, dass man den Track einfach nicht mehr los wird. Aus einer Reihe durchschnittlicher bis guter Nummern sticht er auf „Junto“ eindeutig heraus.

Das Album klingt schließlich so aus wie es begonnen hat: Weltmusik unterschiedlichster Couleur verbindet sich mit elektronischer Tanzmusik. Das funktioniert sowohl mit afrikanischen Klängen („Rock This Road“), als auch mit Samba-Ansätzen („Mermaid Of Salinas“).

Dass sich Basement Jaxx das Motto ihres Albums „Junto“ zu Herzen genommen haben, ist in jedem Song zu spüren. „Junto“ heißt im Spanischen zusammen oder auch gemeinsam. Genau das wird hier versucht: Alle möglichen Einflüsse sollen verbunden werden und dieses Experiment gelingt tatsächlich. Dabei bleibt allerdings allzu oft inhaltliche Substanz auf der Strecke, die das Album zu etwas besonderem machen würden. So ist „Junto“ zwar wieder näher an den Erfolgsalben „Kish Kash“ und „Crazy Itch Radio“ zu verorten, kann an ihre Klasse aber nicht heranreichen.

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