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Bear Hands – Distraction

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Frage: Was kommt dabei raus, wenn man Indie-Rock, den groovigen Sound der 80er und eine Prise Power Pop vermischt? Antwort: Bear Hands. Das ist natürlich nicht wörtlich zu nehmen. Bärenhände bekommt man nach diesem Rezept nicht – dafür aber die Musik von Bear Hands, einer aufstrebenden Band aus Brooklyn, New York, die mit „Distraction“ ihr neues Album veröffentlicht.

Auch wenn der Eröffnungssong „Moment Of Silence“ heißt und das Album eher gemächlich einläutet, wird es in den folgenden 40 Minuten von „Distraction“ nur selten still. Stattdessen spielen sich die jungen Amerikaner quer durch alles, was das weite Feld des Indie momentan hergibt. Manchmal werden eher die Gefilde des energiegeladenen Pop erkundet, beispielsweise in dem versponnenen Liebeslied „Giants“. Dann wiederum wenden sie sich introvertierteren Rockklängen zu, bei denen die Gitarren mehr Raum bekommen („Vile, Iowa“).

Das Tanzbein wird spätestens ab „Impasse“ gehörig geschwungen. Ab der Mitte des Albums bekommt der Sound von Bear Hands nämlich einen derartigen Drive, dass man sich ihm nicht mehr entziehen kann. „Bad Friend“, „The Bug“ und „Sleeping On The Floor“ zählen zu den Songs, die man ohne Probleme auf jeder Party auflegen kann, um die Tanzfläche möglichst schnell zu füllen. An dieser Stelle erinnern Bear Hands vor allem an die Foals, die letztes Jahr auf „Holy Fire“ ebenfalls tanzbare Diskoelemente mit Indie-Rock vermählten.

Generell aber lässt sich die Band kaum in eine Schublade stecken, zu heterogen ist ihre Musik. Auch wenn sie sich im Großen und Ganzen immer im Dunstkreis des Indie bewegt, lotet sie doch seine Grenzen aus, probiert herum und versucht, den eigenen Sound zu finden. Mal kommt dabei ein herrlich verrückter Track über Angstzustände und psychische Probleme heraus („Agora“), inspiriert durch die Agoraphobie des Sängers Dillon Rau. Mal nimmt sich die Band ganz viel Zeit für einen Song – etwa bei „Party Hats“, das sich über fünf Minuten entwickeln darf und dadurch Raus Stimme auf eine ganz andere, eingängigere Ebene hebt.

All das macht „Distraction“ zu einer spannenden Platte, die sehr viel interessanter ausgefallen ist als die meisten Veröffentlichungen im Bereich Indie-Rock dieser Tage. Dass Bear Hands darüber hinaus auch noch einen Sound für sich gefunden haben, der sie – wenn auch nur graduell – von anderen Indie-Künstlern abhebt, ist umso begrüßenswerter. Hinzu kommt, dass die Band aus der Hauptstadt der Hipster keine Trends bedient, sondern sowohl inhaltlich, als auch musikalisch Substanz vorweisen kann. So sieht ein gelungenes Major-Debüt aus.

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