Banks – Goddess

Nach der gefeierten EP „London“, zwei ausverkauften Headliner-Shows im Londoner Koko einem triumphalen Auftritt vor Tausenden in einem bis unter die Decke gefüllten Zelt beim Coachella-Festival, dürfte klar sein, dass jeder neue Ton von Banks, bürgerlich Jillian Banks, mit Spannung erwartet wird. Ihr heiß ersehntes Debütalbum “Goddess” lässt uns nun in die Tiefen des Female-Pops eintauchen. Banks ist der Gegenentwurf zu allen anderen weiblichen Popkünstlerinnen unserer Zeit. Der Gegenentwurf zu Katy Perry oder Miley Cyrus. Sie ist die Zukunft des Neunzigerjahre-R’n’B und die Ausnahmekünstlerin, die wir schon lange gesucht haben.

Mit einer Handvoll veröffentlichter Songs und Videos schaffte Banks es auf Titelblätter renommierter Musikzeitschriften und erlangte zudem die Aufmerksamkeit der gesamten Social-Media Bandbreite. Auch ein Victoria’s-Secret-Werbespot mit einem ihrer Stücke blieb ihr nicht vorenthalten. Die 26-Jährige Jillian aus Los Angeles, die sich das Klavierspielen selbst beigebracht hat, scheint es schon vor Veröffentlichung ihrer ersten Platte geschafft zu haben.

„Goddess“ ist voller Stärke und Verletzlichkeit, Selbstbewusstsein und Sehnsucht  und stellt die Kombination aus Anziehungskraft, unter die Haut gehenden Texten und innovativer musikalischer Bandbreite unter Beweis, die Banks’ Sound so einzigartig machen. Das Album besteht aus neun neuen Songs und den EP-bekannten Stücken „Waiting Game“, „Brain“, „This Is What It Feels Like“, „Change“ und „Warm Water“.

Einzelne Tracks behandeln hauptsächlich die Themen der Liebe, des Begehrens und der Enttäuschung. “Waiting Game” ist einer der Titel, der ruhig und schmerzvoll klingt, ein Titel voller Sehnsucht und Liebe. Auch die Ballade “Someone New”, die komplett ohne Bässe auskommt, klingt verdächtig melancholisch. In einem BBC-Interview erzählte die Künstlerin von einer damaligen schweren Zeit, die sie nun in ihren Texten verarbeitet. Nun will sie sich mit Selbstbestimmung und weiblicher Stärke befassen, davon singen und zeigen, dass sie sich ausdrücken kann, wie es ihr am liebsten gefällt.

Mit “Goddess” offenbart Banks uns ihre Gedanken und tiefsten Gefühle und bewegt sich dabei mühelos zwischen R&B, Pop, Hip-Hop und Electronic-Genres. Banks liefert uns eine Platte irgendwo zwischen Singer-Songwriter Tracks und einem atmosphärischen, lauten Bass. Ihre tiefe und raue Stimme unterstreicht die Verzweiflung und Sehnsucht nach der Liebe, nach etwas Neuem und greift ein wenig den melancholischen Stil von Lorde oder Lana Del Rey auf. Zusammen mit jungen Club-Produzenten wie  TEED, Lil Silva oder SOHN produzierte Banks ihr Album und traf genau damit die perfekte Entscheidung.

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