Dawn Richard hat gestern ihre neue Single „Enough“ veröffentlicht. Der Song stammt von ihrem neuen Album „Creole Culture“, das am 9. Oktober via Merge Records erscheint.
Mit „Creole Culture“ bringt Dawn Richard, Ex-Mitglied von Danity Kane und Diddy-Dirty Money, ihr erstes Solo-Album seit fünf Jahren heraus – und schon der Titel verrät, worum es geht: um Herkunft, um Wurzeln, um die kreolische Kultur New Orleans‘, die Dawn Richard schon ihr ganzes Künstlerinnenleben lang begleitet.
Mit ihrem neuen Album schließt sie eine Trilogie ab, die 2019 mit „New Breed“ begann und sich 2021 mit „Second Line: An Electro Revival“ fortsetzte.
Während „New Breed“ die Geschichte ihres Vaters durch die Linse von New Orleans erzählte und „Second Line“ ihrer Mutter gewidmet war, bleibt jetzt Dawn Richard selbst übrig.
Als „King Creole“, wie sie sich auf dem neuen Album nennt, baut sie ihre Heimatstadt gewissermaßen neu auf, ganz nach ihrem eigenen Bild – als eine Art Utopie, die allen widrigen Umständen zum Trotz überlebt und sich weiterentwickelt hat.
Große Worte, gewiss, aber sie werden von einem Sound getragen, der sich alles andere als schwer anfühlt: Das neue Album verspricht eine Mischung aus R&B, Soul, Hip-Hop und Jazz, triumphierend und tragisch, verführerisch und wehmütig, selbstbewusst und nachdenklich zugleich – kurz gesagt, ein Album, das keine halben Sachen macht.
Mit an Bord auf dem Opener des Albums: Bounce-Ikone Big Freedia, die den Sound der Stadt seit den frühen 1990er-Jahren mitgeprägt hat. Wer bis jetzt noch nicht überzeugt ist, dass hier eine waschechte Hommage an New Orleans entsteht, dem sei gesagt: authentischer geht’s kaum.
Nach der bereits veröffentlichten Vorab-Single „Baby, Can We?“, einem Duett mit Durand Bernarr, hat Dawn Richard nun den Song „Enough“ veröffentlicht. Inhaltlich hat der Song einiges zu bieten: Es geht ums Verlernen, genauer gesagt um die Lüge, der eigene Wert müsse sich erst verdient werden.
„Manchmal ist der größte Akt des Widerstands, zu glauben, dass man schon immer wertvoll war“, sagt Richard dazu.
„Enough“ ist damit nicht nur ein weiterer Vorgeschmack auf „Creole Culture“, sondern auch ein kleines Statement in eigener Sache: Wer New Orleans neu erzählen will, darf sich selbst dabei nicht vergessen.
