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(Sandy) Alex G – DSU – Erhabene Momente

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Ihr werdet vielleicht noch nicht viel von Alex G gehört haben, er ist ein 21-jähriger Junge aus Philadelphia, einer jener Außenseiter, Künstler und Wundertypen. Ein ruhiges Kind, das dennoch viel zu sagen hat, der talentierte Musiker, der einfache Lieder spielt.

Alex G hatte bereits sechs Alben vor seinem zwanzigsten Geburtstag veröffentlicht und das beste hat Alex G sich mit „DSU“ vorm Erreichen der Volljährigkeit aufgehoben. „DSU“ ist eine kohärente Sammlung von Songs und tatsächlich die erste seiner Veröffentlichungen, die professionell gemeistert wurde. Das Ergebnis eines echten Talents, das endlich die verdiente Aufmerksamkeit hat und mit seiner Musik seinen Lebensunterhalt verdienen kann.

Sicher gibt es viele Gruppen da draußen, die sich mit einer großen Bandbreite brüsten und sich aufgrund dessen als musikgewordene Freakshow vermarkten. Alex G aber zeichnet sich trotz hörbarer Introvertiertheit durch konsequente Subtilität aus. Es ist die Schlichtheit seiner Songs, gepaart mit der Vielfältigkeit seiner Stimme, die ihn aus dem Gros der aktuellen Künstler herausstechen lässt.

Schon der Opener von „DSU“, „After Ur Gone“, ist ein Song, bei dem sich direkt dieses wohlige Gefühl einstellt, das einen die gesamte Platte nicht mehr verlässt. So funktioniert auch in „Serpent Is Lord“ das Zusammenspiel aus ernsthaftem Neil-Young-Gitarrengewitter, minimalistisch-lieblichem Songwriting und fremdartigen Stimmeffekten.

Alex G erfindet mit „DSU“ das Rad nicht neu, jedoch ist es immer wieder schön zu sehen, dass es Künstler gibt, die sich aufgrund ihrer Ausstrahlung unterscheiden. Alex spielt dazu absolut unaufgeregt eindämmenden Pop, bei dem das Bewusstsein immer halb leer und nicht halb voll ist. Dazu kommen ein wenig Soul wie in „Waiting For You“, 60er-Radio-Jangle-Pop wie in „Boy“ und zappaeske, psychedelische Momente wie in „Axesteel“.

Mit „DSU“ wird Alex G nicht zum Erwachsenen, im schamlosen Kokettieren mit einer gewissen Naivität liegt die Genialität dieser Platte. Dass Alex sein Nimmerland so schnell verlässt, darüber muss man sich wohl vorerst keine Gedanken machen.

Die Story vom Lo-Fi-Jungspund, der sich plötzlich in einer tendenziellen Hi-Fi-Welt wiederfindet, ist tatsächlich mehr als durchgekaut, doch auf das Ergebnis kommt es an. Und „DSU“ bedeutet eben nicht weniger als ein jeden Menschen ergreifendes Happy End. Gleichzeitig kitschig, unprätentiös, überladen und mit vielen kleinen erhabenen Momenten. Jede Ecke und Kante wird zelebriert, jeder anschmiegsamen Melodie eine entsprechende Fläche geboten.

Alex G ist angekommen. Ohne Einbußen in Kreativität und Spielfreude.

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