Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Für diese Website registrieren

2 × zwei =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Mogwai – Teenage Exorcists – Drill, Baby, drill!

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Wie schrieb doch der deutsche Dichter und Denker Erich Limpach : „Wer weiß, daß zuviel Licht zerstört, erkennt des Schattens Sinn und Wert.“ Die Nächte werden länger, die Tage dustern vor sich hin, und der Wind heult schnittig durch achtlos hingespuckte Straßenschluchten. Winter is coming. Und als Ausgleich dazu böllern Mogwai ihren neuen Clip in unsere Netzhaut. Halleluja! Ave Satani! Es werde Licht! Hallo, esoterische Effekt-Sause oberster Kajüte! Schnell den Clip gucken. Und  danach wie gehabt Notizen vergleichen:

Na? Zuviel versprochen? Hier 6,66 Argumente, warum „Teenage Exorcists“ das Zeug zum All-Time-Video-Klassiker hat:

1) „The power of Christ compels you!“ Dank Hexenhammer und Internet wissen wir: Teenager sind eh des Teufels. „Und das ist gut so.“ (Klaus Wowereit). Schon 1973 durfte der Teenie-Wonne-Proppen Linda Blair in „Der Exorzist“ den frommen Vater Karras mit Dämonen-Schandschnauze ansabbeln: „Your mother sucks cocks in Hell!“ Nette Mädels und okkulter Schnickschnack: Eine Formel made in heaven (bzw. südlich davon).

2) Teufelsaustreibung einmal anders. Verglichen mit handelsüblichen Horror-Schwarten wie  „The Last Exorcism“ oder „Das Krokodil und sein Nilpferd“ ist „Teenage Exorcists“ herrlich uneklig und erfrischend abstrakt. Kosmische Fragen: Stochert da ein himmlicher Apparillo im Kopp des Mädels rum? Was ist´n das für´n Geblitze? Und warum wirkt die Dame so relaxt – trotz Loch im Denk-Kanal?

3) Wer kurz in dem Vimeo-Oeuvre des Mogwai-Regisseurs rumstöbert, wird staunen: Craig Murray hat letztes Jahr mit „Tenebris“ einen waschechten Exorzimus-Clip für die dänische Duster-Core-Kapelle Hexis hingelegt: Richtig „Ih!“ und „Uuh!“ und „Böh!“ Insofern ist „Teenage Exorcists“ fast ein sanftes Mainstream-Sequel.

4) Die Mischung macht´s. Beim Clip zu  „Tenebris“ stand noch zu lesen: „This is a 100% practical effects film…using all real elements …Shot in one day.“ „Teenage Exorcists“ hingegen vereint das beste aus beiden Welten. Ein analoger/digitaler Effekt-Mix aus Plasma, Licht, Milch, Haut, Cellophan, Wasser und weiß der Gartenzwerg!

5) „Brainstorm“ ahoi! Tatzen hoch, wer beim Tunnel-Dings im Clip auch an Douglas Trumbulls verschütt gegangenen Science-Fiction-Klassiker aus dem Jahre 1983 gedacht hat? Niemand? Och, schade…

6) „Drill, baby, drill!“, quiekte nicht nur Sarah Palin vor ´ner gefühlten Ewigkeit. Nein, auch „Teenage Exorcists“ hat Bohrwurm-Qualitäten der dritten Art. Um „Futurama“ zu zitieren:“You can´t unsee it!“ Da bricht Licht ins Oberstübchen!

6,66) “It’s undone and uncertain / An apology accepted.” Huch! Mogwai singen ja plötzlich! Na dann: Hoch die Weihwasser-Tasen!

Altes japanisches Sprichwort: „Unter der Laterne ist es am dunkelsten.“ Licht aus!

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.