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The Do – Live im Täubchenthal, Leipzig

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Dan Levy (von ihm das „D“) und Olivia Merilahti (von ihr das „O“) gründeten The Dø 2007 nachdem sie bei der Arbeit zum  Soundtrack von „Das Imperium der Wölfe“ aufeinander getroffen waren. Der grobschlächtige Action-Streifen von 2005 war, vorsichtig ausgedrückt, semi-erfolgreich, die enthaltenen feinsinnigen Melodien jedoch galt es, fortzuführen. In Frankreich wurden die beiden vom Start weg gefeiert, überregionale Aufmerksamkeit bescherte ihnen der kleine Hit „On My Shoulders“ vom Album „A Mouthful“.

Jetzt sind The Dø auf  Tour, um ihre gerade veröffentlichte Platte „Shake, Shook, Shaken“ zu präsentieren. Am Donnerstag machten sie im inzwischen bestens etablierten Leipziger Täubchenthal Station und trotz des vor der Tür stehenden Halloween war das Konzert alles andere als eine gruselige Angelegenheit.

Support waren die Belgier Amatorski um Songschreiberin und Sängerin Inne Eyserman, die mit fesselnder Zerbrechlichkeit zwischen Akustik und Pop den Abend eröffneten. Halb Neun enterte das Duo The Dø zusammen mit ihren beiden Tour-Musikern die Bühne und ließ die opulenten Töne des instrumentalen „Omen“ nahtlos in das fast sakrale „Mess Like This“ übergehen.

Trotz der unablässigen und gleichermaßen ungelenken Tanz-Performance in den vorderen Reihen während der ersten Songs, u.a. wurde „Keep Your Lips Sealed“ und „Sparks“ geboten, schien im Rest des schütter gefüllten Saals der Funken nicht recht überspringen zu wollen. In die ersten an das Publikum gerichteten Worte der in einem roten Schlosser-Anzug steckenden Olivia Merilath „This is our first time in Leipzig“ hätte man auch „und hoffentlich das letzte Mal“ hinein interpretieren können (wer wollte ihr das auch verübeln). Die Atmosphäre änderte sich jedoch schlagartig, als die Sängerin zur Gitarre griff und „Trustful Hands“ anstimmte.

Von diesem Moment an dirigierte die Frontfrau charmant, aber bestimmt die Anwesenden. Dan Levy drosch indes wie besessen im Lars Ulrich Gedächtnis-Stil auf seine Elektro-Drums ein. Spätestens jetzt merkte man den Musikern an, was für einen Heidenspaß sie an ihrer Veranstaltung hatten. Aus dem wilden Stil-Mix ragten “Despair, Hangover & Ecstasy“, „Anita No!” und natürlich der verkappte Hit „Going Through Walls“ als Highlights heraus.

Nach knapp 50 Minuten verschwanden die Akteure schon wieder von der Bühne, um wenig später für zwei Zugaben zurück zu kehren. Unter anderem wurde das Daft Punk Cover „Instant Crush“ gespielt und im Verlauf zog sich Merilath vorübergehend eine Gummimaske über den Kopf, um die sie jeder Regisseur japanischer Monsterfilme der Achtziger beneidet hätte.

Mit der herzerwärmenden Ballade „Nature Will Remain“ wurde das Publikum bereits um kurz vor 22:00 Uhr in den Nieselregen der Novembernacht entlassen. Ihren eingangs erwähnten Hit „On My Shoulders“ hätten The Dø ihm ruhig noch gönnen können.

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