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Woods Of Birnam (Credit Schall & Schnabel)

Woods Of Birnam – Woods Of Birnam

Woods Of Birnam – eine angebliche Alternative-Rock Band, die im Staatsschauspiel Dresden zu bewundern ist und neben Sänger und Schauspieler Christian Friedel als Hamlet performt? Welche Bilder fallen einem da bloß ein? Theater und Rock-Musik?  Woods Of Birnam ist doch nicht eine dieser theatralischen Theaterbands, oder? Nein!

Woods Of Birnam, bestehend aus Philipp Makolies, Uwe Pasora, Ludwig Bauer, Christian Grochau und Sänger Christian Friedel, sind alles andere als theatralisch. Die fünf leidenschaftlichen Musiker fanden sich einst zusammen und gründeten aus Schauspieltalent Christian Friedel (Russendisko, Das Weiße Band) und den vier Mitgliedern der Band Polarkreis 18 eine neue Formation, die es so schon lange nicht mehr gab. Anregung zum Namen der Truppe fanden Friedel und Co. übrigens in Shakespeares „Macbeth“. In den „Woods Of Birnam“ hält Tyrann Macbeth nämlich seinen Schlussmonolog und stirbt letztendlich.

Seit mittlerweile drei Jahren verzaubert das Quintett nun die Bühnen dieses Landes und überrascht mit der ersten EP im Jahr 2011 und dem nun erscheinenden Debütalbum „Woods Of Birnam“. Auch das Staatsschauspiel Dresden ist schon seit November 2012 nicht mehr sicher vor der modernen Band. Während Frontmann Friedel den Hamlet spielt, sind die „Wood Of Birnam“ Teil des Stückes, indem sie das Schauspiel musikalisch begleiten. Auch die eben genannte EP des Jahres 2011 hieß demnach „Hamlet“. Nun ist es aber kein Geheimnis mehr – Christian Friedel und seine Kollegen meinen es mehr als Ernst mit ihrer Musik und ihrem Debütalbum.

Mit „The Healer“ als ihrer Debütsingle wird klar, dass Wood Of Birnam nicht länger auf den Schauspielbühnen des Landes verharren wollen. Der rhythmische Titel ist nämlich so viel mehr als typischer Indie-Rock: Tanzbar, ohrwurmlastig und fröhlich-melancholisch.

Und so zieht es sich durch das gesamte Album. Mal klingt es wie große Pop-Musik, mal wie typisch sanfter Alternative-Rock. Sensibel und melancholisch geht es zum Beispiel auf „Daylight“ zu, während „I’ll Call Thee Hamlet“ absoluten Favoriten-Charakter enthält, atmosphärisch ist und mehr als eindrucksvoll klingt. Zwischen Gesang und Instrumenten herrscht auf der gesamten Platte eine außergewöhnliche Mitte, ein perfekter Treffpunkt. Das Zusammenspiel aus groovendem Bass, außergewöhnlichen Beats und der feinen Gitarre von Philipp Makolies entführt den Zuhörer in die tiefsten Tiefen der melancholischen Soundwelten.

Ganz anders als erwartet, klingt Woods Of Birnam modern, erwachsen und sicher. Und ganz und gar nicht nach theatralischer Theaterband. Alle zwölf Tracks der Platte sind besonders und haben etwas mysteriös Spezielles an sich. Mal sehen, ob diese auch live so überzeugen wie auf dem Debüt. Zu sehen gibt es das Quintett ab dem 07.11. auf Tour durch Deutschland. Auch zwei Hamlet-Shows sind für November und Januar im Schauspielhaus in Dresden geplant.

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