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She And Him – Classics

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She & Him nehmen die Sache mit der Weihnacht – sowie jene mit dem unweigerlich zugehörigen Weihnachts-Marketing – bierernst. Es leuchtet natürlich ein, dass gerade die verzweifelte, zunehmend tonträgerabsatzarme Musikindustrie zu der Zeit des hemmungslosen Kaufens und Schenkens einen kleinen Lichtblick erhascht – und sich an ihm festkrallt, wie die Laus auf einer Glatze. Gefühlte 90% der Label-Repertoires prasseln komprimiert auf wehrlose Geschenksuchende ein. Nicht selten erreichte mich so ein Album auf Abwegen unter dem Weihnachtsbaum, dessen Existenz ich noch heute errötend abstreite.

Würde sich in diesem Jahr „Classics“ darunter schleichen, so entfachte ein tosender Streit unter Generationen darum: Sowohl junge Liebhabende der reizenden singenden Schauspielerin und Zooey Deschanel (500 Days Of Summer, New Girl), als auch Musikliebende der Klassiker einer jeden Plattensammlung dürften ihre Freude an der Quintessenz all dessen haben, was einen musikalischen Winter ausmacht. „Classics“ reiht sich nicht nur in den auf den Markt geschmissenen (betont: gefühlten!) 90%-Label-Brei ein. Weihnachtszeit, Weihnachtscontent, Weihnachtsfeeling: Lässt man das Innovationskriterium etwas außer Acht, so kann das fünfte Album des Duos mit seiner vor Besinnung triefenden Stimmung recht ordentlich überzeugen.

Die 30er, die 50er, die 70er: von Louis Armstrong und Ella Fitzgerald, über Frank Sinatra bis hin zu Van Morrison sind 13 Klassiker der Musikgeschichte vertreten, welche She & Him auf zauberhafte Weise interpretieren. Es wird lauwarm aufgekocht, was schon einmal heiß und fettig war? Vielmehr brodelt es auf hoher Stufe! Der Charme, welcher dem ganzen anhaftet, dem kann man sich einfach nicht entziehen. Es kommt ein knisterndes Vinylfeeling auf, sowie das unbändige Verlangen nach einem roten Weinchen oder heißem Teechen zu gediegener Musik in trauter Runde.

Die Arrangements der nachempfundenen Klassiker stammen für ein eigens eingeladenes Orchester aus der Feder von „Him“, M. Ward. Liebliche Streicher, eindeutige Glöckchen, jazzig angehauchte Akkorde und perfekt-imperfekt gezogener Gesang lassen das Album recht einheitlich und kurzweilig erscheinen. Du hast Deinen Dinner-Braten noch nicht ganz zu Ende gekaut, da braucht es schon wieder das Drücken der Repeat-Taste – eines Albums, das sich nicht so schnell abnutzt, was den zeitlosen Klassikern zum einen, der respektvollen Interpretation derer zum anderen geschuldet ist.

Nach vielen kläglichen Weihnachtsalben mag sich die Frage stellen: Warum sollte man She & Him ein solches wohlwollend abnehmen, jedoch die dritte Auflage der Rod Stewart – Weihnachts-CD und Konsorten müde belächeln? Das kalkuliert-zauberhafte Wesen Deschanels und ihr vornamensloser Partner in Retro-Crime wissen ganz einfach, was sie da machen. Weder das Covern, noch das Herausbringen eines eigens ernannten Weihnachtsalbums sind Neuland für sie. Dennoch gibt das Duo nicht die alten eingestaubten Hasen, sondern die erfrischenden, generationsübergreifenden Interpretationslieblinge.

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