Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: „Habe acht auf deinen Namen, denn er wird dir länger bleiben als ein großer Goldschatz.“
Achtung – Etiketten-Wirrwarr: Wir reden heute mal ausnahmsweise nicht über David Lynchs richtungsweisende TV-Serie „Twin Peaks“, deren superverstörende Kino-Inkarnation „Twin Peaks – Fire Walk With Me“, die grandiosen „Twin Peaks“-Soundtracks von Angelo Badalementi oder die für 2016 angekündigte „Twin Peaks“-Fortsetzung auf dem renommierten US-TV-Sender Showtime.
Nein, heute geht es um Twin Peaks, die Band. Ein Haufen tolldreister Twentysomethings aus Chicago mit einem rotzfrechen Waschzettel-Schreiber, der allen ernstes die Forderung stellt: „Bitte keine Fragen nach dem Namen.“ Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt! Weiter kritzelt der freche Waschzettel-Heini: „Twin Peaks fanden einfach, dass Twin Peaks gut klingt.“ Konfuzius sagt: „Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.“
Also, kein Lynch, kein Kirschkuchen, keine Douglas-Tannen und vor allen Dingen kein verdammt guter Kaffee. Dafür ein beherzter Griff in die Indie-Vergleichskiste. Anakin Skywalker: „Yippee!“ Allgemeine, wissenschaftlich nicht belegbare Behauptungen besagen, Twin Peaks klängen wie Ty Segall, Black Lips, Thee Oh Sees und ähnliche Garagen-Rocker. Dr. Holly Goodhead: „Halten sie sich fest!“ Ausserdem im Namedropping-Beiboot: Die Gniedelmeister von den Pixies, Tame Impala und der neutrale Pop-Teufels-Dreier: Beach Boys, Beatles, Rolling Stones. Roger Moore: „Der Gedanke ist mir gerade auch gekommen.“ Aber Worte sind bekanntlich Schwall und Schall. Insofern: Mit dem Öhrchen ins Video hörchen!
So oder so: Noch haben Twin Peaks hierzulande Geheimtip-Status. Doch – hoppsa! – ihr könnt mit dabei sein, wenn die wilden Burschen mit Sack und Pack über ein bis drei deutsche Bühnen herfallen und den Most zum Kochen bringen. Also, Sparschwein unter die Guillotine gelegt und – Zackdich!
Bassist Jack Dolan: „It’s about looking at life and smashing it in the face until you break your hand. I hope you play this during your most epic of battles on this world.“
Apropos: Im besagten Clip der Band taucht das Ortsschild von David Lynchs legendärer TV-Sause dann doch wieder auf. Wie sagt der Hase Cäsar: „Bitteschön!“
MusikBlog präsentiert Twin Peaks:
09.02.2015 Berlin – Monarch
10.02.2015 Hamburg – Molotow Bar
11.02.2015 Rees-Haldern – Haldern Pop Bar
Tickets für Berlin und Hamburg gibt es für 10 Euro zzgl. Gebühren an allen bekannten CTS–VVK-Stellen sowie auf fkpscorpio.com.
