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Deichkind - Niveau Weshalb Warum - Am Arsch gelikt - MusikBlog
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Deichkind – Niveau Weshalb Warum – Am Arsch gelikt

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„Ich habe eine Fahne“ hieß der Track zum letztjährigen WM-Sommer, in welchem Deichkind zusammen mit Das Bo unmissverständlich zu verstehen gaben, dass kollektiver, nationaler Freudentaumel nicht jedermanns Sache ist. Nicht das einzige, was Kryptik Joe, La Perla, Ferris Hilton und Porky auf den Wecker fällt. Auf dem jetzigen Longplayer „Niveau Weshalb Warum“, veröffentlicht in diversen Versionen als erstes Release auf dem hauseigenen Label Sultan Günther Music, haben die Vier das virtuelle Medienzeitalter auf dem Kieker. Dafür ziehen Deichkind sich smartphonebeklebte Anzüge an und haben „den Finger, besser gesagt den SMS-Daumen dort, wo es gerade am meisten wehtut: Auf den Touchscreens dieser Welt!“ wie es im Promotext zum Album heißt.

Vorneweg gab es als Einstimmung schon die Kopfnicker-Nummer „So Ne Musik“, in denen die Protagonisten im dazugehörigen Video inklusive Prodigy-Gedächtnis-Posen im Museum ihre Musik und die dazugehörige Daseinsberechtigung suchen. Selbstverständlich auch finden, denn Deichkind sind auch mit Retro-Vibes thematisch fest im Diesseits verortet. „Denken Sie Groß“ rechnet direkt im Anschluss mit den 24/7-Erfindern aus den Büro-Türmen ab, deren Größenwahn längst im Normalo-Leben verankert ist. Für alle, die ohne App nicht mal mehr den Weg zum Klo finden, gibt es folgend voll auf die Schnauze: „Like mich am Arsch“ heißt der Schlüssel-Track des Rundumschlag auf den Zeitgeist, in dessen Verlauf die Hamburger über Social-Networks vom Leder ziehen, dass es eine Freude ist.

Die uns durch Zeit und Raum begleitenden, hippen Marketing Agenturen bekommen auf „Powered By Emotion“ ihr Fett weg, „Porzellan und Elefanten“ beschreibt im Stil eines Liebesliedes die symbiotischen Verbindungen von Attac und Banken oder Feuer und Wasser während „Die Welt ist Fertig“ den abgewirtschafteten Zustand des Globus als Schenkel-Klopfer verpackt.

Das Album fiept und piept an allen Ecken, aus den Zutaten 808-Gewummer, Minimal-Elektro und David-Guetta-Stadion-Schwof produzieren Deichkind dabei traumwandlerisch sicher zeitlose Melodien im Akkord, in dem auch der Platz für die Schweine-Rock-Gitarre nicht fehlt.

„Niveau, weshalb, warum, wer uns fragt, bleibt dumm“ texten die Pyramiden-Köpfe auf den Spuren der Sesamstraße im Titeltrack ihres wohl besten Albums seit „Aufstand im Schlaraffenland“. Viel dazulernen können geradeaus denkende Menschen sicher nicht, aber zu den krassen Ausführungen der Band zu den Themen unserer Zeit kann man sich auch einfach nur die Seele aus dem Leib tanzen. Dazu wird es in diesem Sommer nicht nur unter den halb zusammengebrochenen Party-Pavillons auf den Festival Camping-Plätzen dieses Landes genügend Gelegenheit geben, sondern vor allem auch auf der folgenden Tour.

Natürlich werden die Gigs wieder ausverkauft sein („Verkauf das letztes Hemd für die Karten vom Konzert“ rappt es schließlich schon im Album-Opener), denn klar ist: wer einmal auf einer Deichkind-Show war, hat noch seinen Ur-Enkeln etwas zu erzählen. Allerdings braucht es eine Weile, dieses anarchische Treiben zu begreifen.

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