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Hanni El Khatib (Credit Nick Walker)

Hanni El Khatib – Moonlight

Hanni El Khatib ist palästinensischer und philippinischer Abstammung. Er wuchs in San Francisco auf, doch inzwischen lebt er in Los Angeles. Seine Musik ist eine interessante Mischung aus Blues, Garage Rock und R&B. 2013 feierte er große Erfolge mit seinem Album „Head In The Dirt“ und der darauffolgenden Tournee. Jetzt kommt also das immer wieder viel zitierte schwierige dritte Album, das er auf den Namen „Moonlight“ taufte, heraus.

Düstere, breitwandige Fuzzgitarren und Soundwände, die ganz langsam und unvermittelt den Rücken hoch kriechen und dieses leicht beklemmende und doch zugleich befreiende Gefühl hervorzaubern. Der erst auf den zweiten Blick famose Titeltrack „Moonlight“ macht sich langsam auf die Reise in eine schwerfällige, dunkle Welt. Erstmals steht damit kein dezidierter Hit am Anfang einer Platte, sondern ein schwerer Brocken, dessen wahre Wucht sich erst nach einiger Zeit offenbart.

Im Mittelteil des Albums, bestehend aus „Mexico“ und „Servant“, macht es sich Hanni El Khatib ein wenig zu leicht. Er versucht, zwei Hits am Stück herauszuhauen und dies gestaltet sich recht schwierig. Nach der kleinen Durststrecke fängt sich „Moonlight“ aber wieder und fährt mit dem grollenden „All Black“ und dem Psychedelia-Stück „Home“ noch einmal zwei schwere Geschütze auf, die das Album endgültig in die richtige Spur zurückführen. Würdig schließt „Two Brothers“ dann ab. Hier hört man sogar Töne Hannis arabischer Wurzeln heraus. Das fast sechsminütige Stück geht mit Sicherheit als Highlight in das Schaffen von Hanni El Khatib ein.

Die Stärken von Hanni El Khatib liegen mittlerweile in den ruhigen Songs, die elegisch bis hymnisch vor sich her wabern. „Moonlight“ mag zwar nicht der größte Wurf von Hanni El Khatib geworden sein, aber es ist ein immer noch verdammt guter Longplayer mit viel Herz.

Diejenigen, die auf „Moonlight“ einen Gassenhauer nach dem anderen erwarten, werden sich vielleicht ein paar mehr schnelle Tracks wünschen. Kracher sind die elf Stücke jedoch trotzdem, nur eben dieses Mal von einer anderen Qualität, als man es üblicherweise vom Hanni El Khatib gewohnt ist. So ist „Moonlight“ ein Album, das die meisten Fans sicher nicht enttäuscht und besonders durch die musikalische Weiterentwicklung überzeugt.

Das Herzblut, das in dieser Platte steckt, ist in jedem Fall nicht zu überhören und man kann jetzt schon sicher sein, dass diese Stücke auf der Bühne noch eine größere Dimension erlangen.

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