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The Phantom Band – Fears Trending – Erfordert intensive Auseinandersetzung

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Aha, hier haben wir es also wieder mit einer Indie-Rock Band zu tun. Manchmal, wenn man diese Bezeichnung liest, überkommt einem der Gedanke „Schon wieder“. In den letzten Jahren bezeichnet fast jede zweite Band ihren Stil als Indie-Rock. Dies führt natürlich dazu, dass es wegen des Überflusses an solchen Bands immer mehr mittelmäßige Acts gibt.

Die schottische Formation The Phantom Band hebt sich aber aus der Masse heraus. Schon allein, weil ihre Songs eine große Bandbreite an verschiedensten musikalischen Elementen aufzuweisen haben. Letztes Jahr brachten sie erst ihr Album „Strange Friend“ heraus und nun legen sie schon mit „Fears Trending“ nach. Ihre eigenwillige Mischung aus Indie-Rock, Folk, Psychedelic und leichten elektronischen Elementen ist eine höchst interessante Angelegenheit. Dazu kommt noch der Gesang von Rick Anthony, der mal leicht weinerlich und manchmal schon fast nervig schräg rüberkommt.

Die ersten beiden Stücke „Tender Catle“ und „Local Zero“ sind mit Samples versetzt, Brian Eno-esque Soundcollagen und Synth-Pop-Anleihen machen die beiden Stücke schon zu Highlights von „Fears Trending“. Die sich im Hintergrund formierenden Feedback-Klangwolken bei Tracks wie „Dennis Hopper“ und „Black Tape“ verwandeln diese zu lasziven und relaxten Indie-Hinguckern.Highlight der Platte ist das charmant groovende „Spectrelegs“. Der Song beginnt mit einem an Neu! erinnernden Krautrock-Beat und endet in als schottischen Versen akzentuiertem, psychedelischem Bubblegum-Pop.

The Phantom Band wollten dieses Mal etwas schöneres, aber gleichzeitig tiefer gehendes schaffen. Nicht nur die Gitarre sollte im Vordergrund stehen. Die Percussion wurden daher hervorgehoben, man wird für Keyboard-Klänge empfänglicher, und vielschichtige Vocals und Instrumente kommen zum Einsatz. Die Schönheit eines verregneten, von stürmischen Böen durchzogenen Tages, das verkörpert „Fears Trending“. Von Anfang bis Ende fängt es die Stimmung des (aktuellen) Wetters vor meinem Fenster ein. Sieben perfekte Songs, bei denen die Höhepunkte im Grunde durchgängig sind, die Spannung aufrechterhalten wird und zu keinem Moment Langeweile aufkommt. Leichte elektronische Anklänge und Streicherseligkeit, nach-, um- und übereinander, Brüche und Übergänge.

Das gelingt mal mehr, mal weniger, stört aber nie die Freude an einem Stück, erschwert nur die Zugänglichkeit, insbesondere dieses Albums als Ganzem. Aber umso lohnender erweist sich die intensive Auseinandersetzung. Um des Albums Vielschichtigkeit zu entdecken und um Rick Anthonys Stimme auf sich wirken zu lassen und nachvollziehen zu können, sollte sich der Hörer jedoch Zeit lassen.

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