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Tobias Jesso Jr. – Goon – der neue Pianomann

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Die Schwester von Tobias Jesso Jr. ist nicht ganz unbeteiligt an der mit vielen Vorschusslorbeeren bedachten und noch jungen Karriere des kanadischen Singer/Songwriters. Als sie von zu Hause auszog, hinterließ sie ihr Piano, das von nun an ihr Bruder in Beschlag nahm. Der war gerade von einem langjährigen Aufenthalt in Los Angeles zurückgekehrt, wo er sich vergeblich als Singer/Songwriter und in verschiedenen Bands versucht hatte. Sein neu entdecktes Faible für das Piano kehrte ganz neue Seiten bei ihm hervor. Tobias Jesso Jr. hatte über die schwarz-weißen Tasten zu sich selbst gefunden. Mit den Singles „Just A Dream“ und „True Love“ begeisterte er im Handumdrehen das Publikum und die einschlägigen Medien.

Da standen für sein Debütalbum „Goon“ die Produzenten Schlange und der Kanadier konnte wahrscheinlich zu keinem Nein sagen und so teilten sich u.a. Patrick Carney von The Black Keys, JR White von den Girls und John Collins von The New Pornographers die Aufgaben. Trotz einiger Köche wurde der Brei nicht verdorben, im Gegenteil, das Debütalbum „Goon“ von Tobias Jesso Jr. klingt wie aus einem Guss.

Der Kanadier versteht es, gehaltvollen Songwriter-Pop zu komponieren und diesen entsprechend umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei das Piano und die Stimme des Protagonisten. Das weckt dann auch Erinnerungen an John Lennon („How Could You Babe“, „Bad Words“), Harry Nilsson („Can’t Stop Thinking About You“, „Crocodile Tears“) und Randy Newman („Hollywood“, „Just A Dream“), wobei Jesso Jr. durch seine sanfte, emotionsgeladene Stimme ein unverwechselbares Alleinstellungsmerkmal hat. Ausnahmsweise werden auch mit der akustischen Gitarre („The Wait“) zarte Bande mit dem Zuhörer geknüpft. Unabhängig vom Instrument: Wahrhaftigkeit ist allen Titeln auf „Goon“ gemein.

Wiederholt hat der kanadische Songwriter eine zurückhaltend aufspielende Band im Rücken, die mit wertigen Soft-Rock Harmonien („Leaving L.A.“, „For You“) die Titel ausschmückt. Oder es sind Streicher („Can We Still Be Friends“, „Tell The Truth“), die den Liedern dunkel-bittere Noten beibringen, die jedoch von der Stimme des Kanadiers wieder ins Licht gerückt werden. Und mit „Without You“ hat er jetzt schon eines der schönsten Liebeslieder 2015 zum Besten gegeben.

„Goon“ ist eine runde Sache geworden. Tobias Jesso Jr. kann Leichtigkeit, Melancholie und Romantik mit seinen Liedern transportieren und läuft nie Gefahr, in die Kuschelpop-Ecke abzudriften. Wieder ein neues und großes Talent in Sachen 70er Singer/Songwriter. Tobias Jesso Jr. ist der neue Pianomann, von dem wir noch viel hören werden!

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