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Mew – +-

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Sechs Jahre lang Zeit lässt sich heute fast keine Band mehr, um ein neues Album zu veröffentlichen. Zu groß die Gefahr, von der Konkurrenz geschluckt zu werden oder in der schieren Masse an Bands nicht mehr herauszustechen. Mew können sich das allerdings erlauben. Ihre treue Fangemeinde haben sie sich über Jahre hinweg hart erarbeitet, so dass zwischen Plattenaufnahmen und ausgiebigem Touren genügend Zeit bleibt, um kreative Pausen zu nehmen. Für eine Band, die seit über 20 Jahre aktiv ist, sind solch ausgedehnte Auszeiten auch ein Stück weit nötig, um den kreativen Prozess zu erhalten und nicht Gefahr zu laufen, sich irgendwann nur noch selbst zu wiederholen.

Daher ist „+-„, das nunmehr sechste Album der Dänen, auch dieses mal eine Weiterentwicklung der Band geworden, ohne dabei allerdings den typischen Mew-Wiedererkennungswert zu verlieren. Der Sound ist nach wie vor in erster Linie düster und Zugang findet man zu den meisten Songs auch erst wieder nach einigen Durchläufen. Um ehrlich zu sein, fasziniert wohl kaum eine Band mehr – nachdem der erste Album-Durchlauf noch als langweilig empfunden wurde – als Mew. Das macht „+-“ ein weiteres Mal nur allzu deutlich.

Der Opener „Satellites“ ist dabei noch der eingängigste Song. Der Refrain bleibt ihm Ohr und die Gitarre erinnert, einmal darf man raten, an Radiohead. Ja, die Referenz werden Mew wohl nie ganz loswerden, aber es könnte weiß Gott schlimmer sein. Auch ein paar andere Stücke, wie das melancholische „Making Friends“ oder das beinahe an Coldplay erinnernde „My Complications“ sind für Mew-Verhältnisse schon richtige Popsongs im Radioformat geworden. In die meisten anderen Titel muss man sich aber wieder hineinarbeiten und entdeckt dann erst, welch großartige Melodien sich beispielsweise in „Clinging To A Bad Dream“ oder „Interview The Girls“ verbergen. Mit „Cross The River On Your Own“ gibt es obendrauf noch eine wunderschöne Ballade, die man von Mew zwar schon in Form „Comforting Sounds“ vom Album „Frengers“ gehört hat, die aber (fast) genauso fasziniert.

„+-“ ist zwar kein Meilenstein wie besagtes „Frengers“ aus dem Jahre 2003 geworden, dafür hakt es an der ein oder anderen Stelle etwas zu sehr und der Abschluss ist einfach zu kitschig geworden, aber etwas derart Intensives zu toppen, ist auch unmöglich. Dennoch schaffen es Mew, auch mit ihrem sechsten Album nicht zu enttäuschen und zeigen, dass mit den Herren nach wie vor zu rechnen ist.

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