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Giant Sand – Heartbreak Pass

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Giant Sand, die Band von Americana-Pabst und Alt-Country-Koryphäe Howe Gelb wird dreißig. Selbstredend wird das mit einem neuen Album zelebriert. Nummer fünfundzwanzig? Nummer sechsundzwanzig? Wer weiß das schon so genau. Die als Giant Sandworm gestartete vielköpfige und multiinstrumentale Kombo aus Tucson, Arizona ist, wie häufig in solch langlebigen Fällen, bis auf den Kopf inzwischen komplett und teils mehrfach ausgewechselt.

Nette Idee, für das Jubiläum den Drummer der Urbesetzung, der inzwischen für Bob Dylan die Besen schwingt, ins Boot zu holen. Auch dabei: Granddaddys Jason Lytle, Steve Shelly von Sonic Youth, Gelbs Touring-Bro Grant-Lee Philipps und noch jede Menge weitere Leute, die nur dem geneigten Americana-Experten Klangassoziation geben. So kunterbunt das Potporri aus Musikern, die an „Heartbreak Pass“ mitgewirkt haben, so international gebarte sich die Entstehungsphase des Albums: „It first sprouted in Brussels,“ verrät Gelb im Waschzettel der Promotion. „Some strings attached in Crete… a choir acquired in Canada… a wall of sound in Berlin… then a little noodling in Italy… and a dash in Nashville… a vocal quotient in Croatia… a couple linnets in it in Holland … Jason’s portal in Portland … the rest slowly simmered in Tucson… and the whole thing was mixed in one place… bristling in Bristol.“

Womit wir beim Inhalt wären. „Heartbreak Pass“ ist ein umfangreiches dreigeteiltes Album. Zuerst scheppern countryesque Gute-Laune-Nummern vor sich hin, Gitarren-Soli, die Menschenlachen mimen und andere Lapidaritäten banalisieren diesen Teil. Ab der fünften Nummer, „Song So Wrong“, driftet „Heartbreak Pass“ mit verstärktem Streichereinsatz in gelungene Americana-Welten voller Genre-üblicher Lap-Steel-Momente und Mariachi-Trompeten. Bis hierhin ist Giant Sands Jubiläumsalbum eine von gestandenen Vollblutmusikern kreierte Mediokrität.

Aber im letzten Teil, ab „House In Order“, kommt geistvoll versprühter Alt-Folk der bluesigen Spielart zum Zuge und rettet „Heartbreak Pass“ vor dem „Daumen runter“. Schönes Beauty-and-Beast-Gesinge zwischen Gelb und weiblichen Gästen, genauso wie Lagerfeuer-ähnliche Call-and-Response-Momente versöhnen dann doch mit der Americana-Legende. Und mit dem Krokodilstränen rührenden Closer, einem gemeinsam geschriebenen und performten Song von Gelb und seiner zwölfjährigen Tochter, hat man ihm alle anfänglichen Banalitäten wieder verziehen.

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