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Madisen Ward And The Mama Bear (Credit Caroline)

Madisen Ward And The Mama Bear – Skeleton Crew – Wenn die Mutter mit dem Sohne

Aus Kansas City sind Madisen Ward und seine Bärenmutter Ruth Ward. Das Mutter-Sohn-Duo war zunächst in Kaffeehäusern unterwegs. Über das Americana Music Festival in Nashville erreichten sie eine breitere Öffentlichkeit und der amerikanische Rolling Stone zählte sie zu den „20 Best Things We Saw at Americana Music Fest“. Zudem zeigten sich weitere Medienvertreter begeistert von den Songs des Duos. Schließlich hatten sie in der Show von David Letterman einen Auftritt und Rick Rubin outete sich als Anhänger.

Nach ihrer Single Silent „Silent Movies“ präsentieren uns Madisen Ward & The Mama Bear nun ihr Debütalbum „Skeleton Crew“, das uns soulful Folk- und Roots-Music in nahezu ursprünglicher Form bietet. Produzent Jim Abbiss (Arctic Monkeys, Adele) hat als Produzent für ein organisches Klangbild gesorgt. Die meisten Titel wurden live im Studio aufgenommen und überzeugen mit Natürlichkeit, Emotion und Authentizität. Madisen und Ruth Ward spielen Gitarre und singen und werden dabei von einigen wenigen Begleitmusikern unterstützt.

Mit ihren Liedern bringen sie einige Facetten der Emotionsskala zum Vorschein. Von nachdenklich-melancholisch bis hoffnungsfroh-optimistisch loten Mutter und Sohn die Gefühlswelten aus. Wobei die Stimme von Madisen Ward überwiegend in den Vordergrund gerückt wird. Mit seinen sanft bis dramatisch gesetzten Tremoli und Vibrati trifft er mitten ins Herz, während Ruth Ward mit feiner Harmoniestimme die weibliche Note einbringt. Beim Zuhörer stellt sich bereits nach wenigen Takten Aufmerksamkeit und Empfindungsgeist ein. Es ist ein angenehmes und berührendes Lauschen, das Album nimmt einen an die Hand und führt das Leben in seinen unterschiedlichen Farbabstufungen vor Augen.

„Skeleton Crew“ ist eindeutig dem Genre Americana zuzurechnen, was in der Regel zu allerlei Vergleichen führt. Die stellen sich bei unserem Mutter-Sohn-Duo kaum ein. In eher wenigen Momenten denkt man an die frühen Platten von Sarah Lee Guthrie & Johnny Irion. Und hätte Madisen Ward eine etwas rauere Stimme, käme einem Gary Floyd (Sister Double Happiness) in den Sinn.

Erneuerungen dürfen wir von Madisen Ward & The Mama Bear nicht erwarten, ihr Liedgut ist wurzelnah, echt und handgemacht. Retro? Ja, aber auf eine erfrischende Weise, die den Songs wahlweise Schwung, Natürlichkeit und – allem Retro zu Trotz – auch Zeitlosigkeit verleiht. Wie gemacht zum Lauschen auf der Veranda, an Gewässern oder im heimischen Schaukelstuhl. Zum Wohlfühlen, Nachdenken und Träumen. Folk- und Americana-Freunde dürfen, besser: müssen, hier zugreifen!

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