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Major Lazer – Peace Is The Mission

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Im Hause Major Lazor gibt es alle Hände voll zu tun. Nachdem der erste eigene Comic bereits präsentiert wurde, nimmt die knüppelvolle Agenda einfach kein Ende: Als nächster Schaffensmarathon hält das Herausbringen von drei Alben innerhalb eines Jahres her. In diesem Sinne krempelten die Lazors in gewohnter Manier ihre Ärmel hoch und nahmen die interkontinentale Strippe zur Hand, um Ellie Goulding, Ariana Grande, Pusha-T, 2 Chainz und weitere Größen von dem ganzen Ding zu überzeugen. So weit, so gut: Die Feature-Gäste waren tatsächlich überzeugt. Wir sind es nicht.

Die gewollte Mission des Vorreiters der Albumtrilogie lässt sich kurz und knapp zusammenfassen: Frieden stiften. Das Resultat dessen ebenfalls: anspruchslose Umsetzung. Eben so, wie sich die ellenlange Gästeliste des neuen Werks liest, hört sich das Ergebnis in der Tat an. Gleich einer beliebigen Bravo Hits-Kompilation des schwungvollen Namens „Caribbean European“ werden die kommerziellsten Ausführungen jeglicher Soundrichtungen aneinandergereiht – und das auf allen Ebenen: Sowohl Songaufbauten, als auch -zusammenstellung folgen einem beliebigen Schema der Lustlosigkeit. Oder ist es eher Resignation?

Als von der Sonne geküssten Moombahton lobte man eifrig das, was Major Lazer mit ihren beiden Vorgängeralben bereits verfolgt und mit „Peace Is The Mission“ in 2015 wieder aufgewärmt haben. Dafür findet sich heute jedoch die massentauglichste Umsetzung des Dub neben den 0815-Klängen des Reggae wieder („Blaze Up The Fire“), oder treffen Dembow-verzierte Strophen auf elektroswingende Refrains („Too Original“). Alles in allem umfasst das Ganze allenfalls viele „einmal mehr“-Zitatfloskeln aus bereits Gekanntem der letzten Jahre, jedoch kein wirkliches „Mehr“ für den aktuellen Output Major Lazers.

Perfekter hätte sie nicht erscheinen können, die kürzlich enttarnende Studie, nach welcher Charthits einem Sprachniveau von Drittklässlern entsprächen. Wenn „Powerful“ impliziert, dass Goldkehlchen Ellie Goulding zusammen mit Schmachtpartner Tarrus Riley in einer Endlosschleife „There’s an energyyy/ when you’re holding meee/ when you touuuch me/ it’s so powerfuuul“ trällert, wird selbst diese Latte unterwandert. Würden ab und an nicht gewisse Jugendschutzmaßnahmen greifen müssen – etwa in dem unter anderem von 2 Chainz berappten „Night Riders“ – bräuchte es nichts anderes, als einen kindlichen Grundwortschatz zum Verstehen leerer Worthülsen.

Die Gesichter hinter den Beats treten einmal mehr in den Schatten zurück und lassen ihre singenden KünstlerInnen mit durch zig Amps gejagten Sounds glänzen. Prinzipiell ist diesem Konzept nichts entgegenzusetzen. Ein jeder Song kann als Hit mit Zugpferd-Potential auf einer x-beliebigen Sommerchartsliste landen. Denn: Schaltet man das verflixte Kritikhirn aus, ist „Peace Is The Mission“ zwar noch immer nicht wirklich cool, aber verdammt eingängig – und verlockt zum gedankenlosen Mitsummen.

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