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Franz Ferdinand And Sparks – FFS

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Abgesehen von dem Mit-Neunziger Hit „When Do I Get To Sing My Way“, kennt Sparks hierzulande keine Sau. Doch sind das Brüder-Duo Ron und Russell Mael mit ihrer Glam-Rock-turned-Synthpop-Band sage und schreibe seit 1971 aktiv und haben mindestens 22 Alben veröffentlicht, von denen das eine oder andere in den Vereinigten Staaten und Großbritannien durchaus Anklang fand. Die Erfahreneren in dieser Kollaboration namens FFS sind also nicht die schottischen Gitarrenpopper Franz Ferdinand, sondern Sparks.

Auch wenn Franz Ferdinands Indie-Rock/-Pop Erfolgsrezept, mit dem etliche Indie-Discos beschallt wurden, sich längst überlebt hat, sie schon lange nicht mehr die größten Headliner eines Festivals stellen und die allein bespielten Venues auch immer kleiner werden, Franz Ferdinand sind trotzdem immer noch eine Marke im Indie-Rock, wenn auch eine versiegende. Aber Sparks? Sparks hört allen Anschein nach wirklich nur noch Generation 40+.

Die renommierteren Franz Ferdinand haben diese Kollabo also dringender nötig als andersrum, aber es ist nicht so, dass Franz Ferdinand mit voll getaktetem Motor durch die Musikwelt rast. Bereits vor zehn Jahren, damals beim gefeierten Durchstart der Schotten, haben sich Franz Ferdinand und Sparks in Los Angeles kennengelernt, beschnuppert und Demo-artiges zustande gebracht. Den vielen, bereitwilligen Interviews von FFS mag man entnehmen, warum das Ganze erst jetzt zur Albumfrucht gereifte.

Wer jedenfalls den absurden, leicht revue-haften Synth-Pop von Sparks kennt und den dauerpositiven Tanz-zu-mir-Rock Franz Ferdinands, wird sagen: Das passt eigentlich. Und tatsächlich: Ron Maels Piano-Melodien und Franz Ferdinands rhythmus-lastige, jugendliche Hektik ergänzen sich ganz gut. Dazu der humoreske Nonsens Russel Maels, dringlich mit intoniert von Alex Kapranos, à la „So Desu Ne“ mit der Textzeile „“carrying the Hello Kitty Uzi“, zigmal wiederholt wie die Riffs; FFS sind volle Breitseite best of both worlds.

Die entscheidende Frage, ob das jetzt so gut ist, sich dieser Vermehrung beider Bandstärken hinzugeben, mag jeder für sich allein beantworten. Ich sage nur: „Carrying the Hello Kitty Uzi“. FFS treffen mal den richtigen Ton aus souverän leichter Popfertigkeit – Pop im poppigsten aller Wortsinne – doch mindestens genauso oft den Nerv des Nervigen. „Carrying the Hello Kitty Uzi“.

Dauerhaft augenzwinkernder Ironiegebrauch, gepaart mit diesem recht banalen, aber wirksamen Hin-und-Her-hüpf-Rock funktioniert für mich genau fünf Minuten. „carrying the Hello Kitty-Uzi“. Es mag sein, dass man daran länger gefallen finden kann. „Carrying the Hello Kitty Uzi“.

Ein wenig spitz formuliert, spricht die Formkurve beider, sich zugegebenermaßen wacker haltenden Bands nicht für das ganz große Pop-Kino. Aber was weiß ich schon, wenn ich über Hello Kitty-Uzis nicht lachen kann.

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