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Gill Landry – Gill Landry – Film im Kopf

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Gill Landry veröffentlicht nun schon sein drittes, diesmal selbst betiteltes, Album. Er ist einem bekannt aus dem Musiker-Kollektiv Old Crow Medicine Show, wo er das Banjo zupft. Auch auf seinen Solo-Eskapaden spielt er Banjo und Gitarre und bleibt dem Singer-Songwriter, Folk, Country Bereich mit einem Hauch Bluegrass treu. Wenn auch seine Stücke nicht so verquere Wege gehen wie bei seiner Hauptband, sondern doch eher gediegen daherkommen.

Hält man das Album erst einmal in der Hand, so lässt zunächst dessen Gestaltung Nostalgie aufkommen. Erinnerungen an frühere Vinylproduktionen werden wach: Kein Kunststoff trübt das Vergnügen, atmosphärische Songs, die im Kopf einen Film entstehen lassen, dass man fast schon Fernweh bekommt.

Mit „Funeral In My Heart“ bringt uns die Scheibe den Folk zum Auftakt. Hier lässt sich, wenn man will, auch noch eine Verbindung zu Old Crow Medicine Show herstellen. Danach lädt Gill Landry zum Eintauchen in seine ruhige und verträumte Welt ein. „Waiting For Your Love“ verbreitet melancholischere Grundstimmung, die Sehnsucht nach unendlichen Weiten und der endlosen Prärie nimmt unbestreitbar Raum ein. Bei „Lost Love“ werden sparsam Bläserinstrumente eingesetzt, ohne jedoch die abgedrehten Tonfolgen der Old Crow Medicine Show zu erreichen.

Spätestens ab „Lately Right Now“ ist klar, dass Landry keine Lust hat, sich an seiner Band zu orientieren. Nur von einer Gitarre begleitet, trägt seine Stimme den Song. Die Ruhe, die in diesem Song steckt hört, wer sie erlebt hat und hören will. „Long Road“ versinkt endgültig in trauriger, melancholischer Stimmung: Eine spärliche Instrumentierung verschafft Songwriter und Sänger Gill Landry viel Raum, um seine Talente auszuspielen. Jeder, der die norwegische Band Madrugada, zu deren „Industrial Silence“ Zeiten vermisst, hat mit diesem Song Ersatz gefunden.

Der akustische Track „Bad Love“ macht einem klar, dass es sich hier eher um einen Soundtrack von GillyLandrys Erlebtem handelt, als um ein simples Soloalbum ohne Leitfaden. Sonst hätte das schmucke Stück wohl keine Berechtigung auf dieser Langrille. Wenn die Musikwelt jetzt noch gerecht wäre, dann würde sich der bereits erwähnte Opener „FuneralIn My Heart“ zu einem Hit entwickeln.

„Gill Landry“ ist nichts weniger als eine hochklassige Bestätigung für ein Songwriting-Talent, das auch auf Solopfaden keinerlei Frischzellenkur bedarf. Den Mut, ein Album voller reduziert instrumentierter Herzensangelegenheiten auf die ohnehin schon heiliggesprochene Old Crow Medicine-Fanschar zu werfen, sei Gill Landry hoch angerechnet.

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