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LA Priest – Inji – Im Elektro-Epizentrum

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Der Name Sam Dust dürfte dem einen oder anderen Elektro-Nerd vielleicht noch bekannt sein. Vor sieben Jahren war es nämlich eben jener Herr Dust, der die britische New Rave-Band Late Of The Pier anführte, und mit dem Debütalbum „Fantasy Black Channel“ ein großes Ausrufezeichen innerhalb der Szene setzte. Seitdem ist es aber still geworden um den Engländer. Die Band verschwand in der Versenkung und Sam Dust verkroch sich in den verschneiten Weiten Grönlands, wo er die elektro-magnetischen Phänomene der Region Ivittuut studierte.

Nun ist er wieder zurück. Und im Gepäck hat er sein erstes Solounterfangen unter dem Pseudonym LA Priest. Abermals huldigt der Insulaner den sphärischen Elektro-Sounds, die Bands und Künstler wie David Byrne, Aphex Twin und nicht zuletzt Blood Orange in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zu Weltruhm verhalfen.

So kreisen auch die insgesamt zehn Tracks auf „Inji“ eher in weltfremden Umlaufbahnen. Wer auf elektronischen Mainstream steht, der schaut hier in die Röhre. Wer allerdings offen für Experimente und wabernde Reißwolf-Einwürfe der besonderen Art ist, der wird mit „Inji“ seine wahre Freude haben.

Mit leichten Falsett-Vibes ausgestattet, treibt die Stimme des Protagonisten verkopfte Beat-Passagen vor sich her. Narkotisierende Loops, pointierte Bläsereinsätze und jede Menge Knarz aus der Retorte sorgen zudem für eine musikgewordene Glasur mit Ecken und Kanten. Man nehme nur das epische Mittelstück des Albums „Party Zute / Learning To Love“; ein knapp neunminütiges Aneinanderreihen von Unorganischem, das dennoch mehr Leben versprüht, als so manch handgemachte Produktion der Konkurrenz.

Aber „Inji“ hat noch mehr zu bieten. Hypnotische Elektro-Perlen wie „Lady’s In Trouble With Law“, „Night Train“ oder das fast schon eingängige, mit orientalischen Tupfern versehene „Oino“ warten hinter fast jeder Bridge mit Neuem auf. So will sich am Ende irgendwie keine Schublade so richtig schließen lassen. Avantgarde-Pop, Psychedelic-Dub, Out-Of-Space-House, Prog-Elektro: „Inji“ vereint irgendwie alles. Und noch viel mehr. Nur lässt sich vieles hier nicht so einfach in Worte fassen. Muss es aber auch nicht. Einfach „play“ drücken und genießen!

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