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Royce Wood Junior – The Ashen Tang – Erfrischend

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Der aus London stammende Musiker Royce Wood Junior veröffentlicht mit seinem Debüt „The Ashen Tang“ ein Album für all die Musikfans, denen die letzten beiden Werke von TV On The Radio oder Toro Y Moi doch ein wenig, sagen wir mal, zu langweilig waren. Royce Wood Junior hat das gewisse Etwas, das den eben genannten Künstlern abhanden gekommen ist: Frische. Während TV On The Radio sich immer mehr dem Mainstream widmen und Toro Y Moi sich immer mehr in eine Sackgasse manövriert, bildet er eine neue ideale Mischung.

Der Opener „Remembrance (Part I)“ ist leider ein viel zu kurzer Song, den man zwanghaft auf Dauerschleife rotieren lässt und der einen für seine Dauer in eine Art Kokon zurückziehen lässt, in dem das Alles-Um-Einen-Herum zur Nebensache verkommt und nur der schummrig-schöne Augenblick zu zählen scheint. Ein weiterer hervorragender Titel, der Royce Wood Juniors Talent beweist, bildet z.B. „Clanky Love“. Hier kombiniert er Elemente aus Soul und Funk, die somit einen perfekten Einzug ins Stück finden.

Die Stücke auf dem Album sind subtil und meist auf repetitive Elemente, einen prägnanten Beat, eine poppige Song-Struktur und viel R&B zurückführen. Die elementaren Bausteine in Royce‘ Musik finden sich jedoch überwiegend im 60er/70er Soul, wobei Royce Wood Junior verschachtelte Rhythmen deutlich in den Vordergrund rückt.

Gesanglich spannt „The Ashen Tang“ häufig die Brücke zu R&B, was einerseits spannend, andererseits manchmal etwas zu einfältig umgesetzt wurde, wie zum Beispiel bei „Nuther Bruther“. Es kommt der Punkt, da nervt die hohe Frequenz seiner Stimme dann doch manchmal. Aber dies soll keineswegs die Qualität seines Debüts schmälern. Nur wenige Interpreten stellen ihre unkonventionelle Auffassung von Musik so offensiv zur Schau wie Royce Wood Junior. Generell setzt der Interpret seine eigene Stimme über das gesamte Album hinweg gekonnt als zusätzliches Instrument ein.

Das gesamte Album überzieht eine Art Dunstglocke. Nichts ist so richtig klar, alles scheint ein wenig entfernt zu sein. Etwa so, als ob man beim Augenarzt diese merkwürdigen Tropfen verabreicht bekommen hat, die alles verschwommen aussehen lassen. Auf die Ohren übertragen klingt der Sound von Royce Wood Junior an vielen Stellen, als ob man eine alte Platte auflegen würde, die zu lange in der Sonne gelegen hat und auf der die Plattennadel nun in wellenförmiger Bewegung auf und ab schwingt.

Man selbst fühlt sich beim Genuss der Musik an heiße Sommertage erinnert, an denen man von der Sonne geblendet, im besten Falle an einem netten Strand am blauen Meer liegt. Und solange Royce Wood Junior mit seiner Musik solche Gedanken aufkommen lässt, ist dagegen nichts einzuwenden.

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