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Strange Wilds – Subjective Concepts – Schwelgen in Erinnerungen

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Es gab mal eine Zeit, in der man nicht nur hierzulande den Atem anhielt, wenn sich im Großraum Seattle eine Band mit einem Sub Pop-Button auf den Reisekoffern in die weite Welt verabschiedete. Das ist jetzt ungefähr 25 Jahre her. Damals waren versiffte Holzfällerhemden der letzte Modeschrei. Und auch musikalisch naschte man seinerzeit nur allzu gerne von dreckigen Tellern. Es war die Hochzeit des Grunge. Heute dient das wohl schlecht gelaunteste Musikgenre der Feuerzeit nur noch eingerosteten Musik-Archäologen zum Zeitvertreib.

Die drei jungen Oldschool-Nerds von Strange Wilds wollen das so nicht hinnehmen. Mit ihrem Debütalbum „Subjective Concepts“ sollen längst zu Grabe getragene Erinnerungen wiederbelebt werden. Der Briefkopf des Trios liest sich schon einmal vielversprechend. Dort stehen in dicken Buchstaben die zwei Begriffe: Sub Pop und Grunge. Und dann wäre da natürlich auch noch der Herkunftsort der Band. Die Jungs stammen aus Olympia, Washington. 80 Kilometer weiter nördlich steht man vor den Toren Seattles. Passt also auch.

Es dauert keine halbe Minute, da bringt das Trio auch schon sämtliche Wände zum Wackeln. Tiefe Alternative-Gitarren, scheppernde Drums und ein knarzender Bass, der klingt, als hätte ihn Krist Novoselic höchstpersönlich eingespielt, bestimmen das Klangbild der eröffnenden „Pronoia“-Minuten.

Auch in der Folgezeit lassen die Strange Wilds nicht locker. Immer wieder hauen sie wie wild mit allen verfügbaren Gegenständen gegen die verschlossenen Tore des Grunge-Mausoleums. Doch so richtig öffnen lassen will sich die gusseiserne Eingangspforte dann doch nicht. Liegt es am etwas leblos vorgetragenen Allerweltsgesang an vorderster Front? Hinterlässt der energiegeladene Mix aus klassischem Grunge, pointiertem Hardcore und immer wieder aufblitzendem Punk-Rock am Ende doch nicht so große Spuren? Fakt ist: Drei grandiose Momente („Pronoia“, „Starved For“, „Distain“) reichen am Ende nicht aus, um die bereits mumifizierten Grunge-Überreste wieder zum Leben zu erwecken.

Aber die Burschen stehen ja erst am Anfang ihrer Reise. Und Insider werden sich erinnern: Nirvana trumpften auch erst mit ihrem zweiten Studiostreich so richtig auf. Warten wir also erst einmal ab, was uns beim nächsten Album der fremden Wilden aus Olympia um die Ohren bläst. In diesem Sinne: Jungs, einfach weitermachen.

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