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Beach House – Depression Cherry – Trauerfahrt ins Niemandsland

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Mit ihrem mittlerweile fünften Studiowerk „Depression Cherry“ wollen Beach House wieder zum Ursprung zurück. Minimalistisch aufbereitet, ohne viel Tam Tam und fernab von überproduziertem Standard verschanzt sich das US-amerikanisch-französische Dream-Pop-Duo hinter einer Tür aus rosarotem Samt. Dahinter geht es dementsprechend geschmeidig zur Sache.

Einzig die erste Singleauskopplung des Albums namens „Sparks“ kratzt mit übersteuerter Distortion und trampelnden Background-Drums am spiegelglatten Fundament. Der Rest des Albums beugt sich klanggewordenen Welten, in denen der Regen nicht säuerlich, sondern honigsüß schmeckt („Leviathan“, „Space Song“, „Wildflower“).

Irgendwann bedarf es aber auch mal eines Ausbruchs. Doch die beiden Verantwortlichen Victoria Legrand und Alex Scally denken gar nicht daran, von ihrem schneeweißen Schimmel abzusteigen und den einen oder anderen staubigen Pfad mal zu Fuß zurück zu legen. Umschlungen von watteweichen Fleece-Ketten galoppiert der Zweier von einer Traumwelt zur nächsten („Beyond Love“, „Blue Bird“).

Begleitet werden sie dabei von nicht enden wollender Monotonie. Während in der Vergangenheit noch große Melodien nur so aus den Ärmeln geschüttet wurden, plätschert anno 2015 alles mehr oder weniger leblos vor sich hin. Weder Victorias in Hall gebettetes Elfenorgan noch immer wieder stoisch aneinandergereihte Synthie- und Gitarrenflächen lassen auch nur im entferntesten Erinnerungen an Zeiten wach werden, in denen das Duo noch auf Sound-Hochzeiten tanzte.

Schlussendlich gleicht die Reise zurück zu den Wurzeln einer Trauerfahrt ins Niemandsland. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die beiden schnell wieder in den Sattel schwingen und zurück in die Gegenwart traben; denn mit derart blutleerem Geplänkel werden Beach House definitiv keine offenen Türen einrennen – Nicht einmal solche, die aus Butter sind. Ergo: Umdrehen, und wieder nach vorne blicken. Bitte!

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