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Paul Smith (Credit PIAS)

Paul Smith And The Intimations – Contradictions

Mit seiner Stammkombo Maxïmo Park hat es sich Paul Smith hübsch gemütlich gemacht in der die Musikkritik weitgehend kalt lassenden Nische des Mainstream gewordenen Indie-Rock, fleißig gespielt von drögen deutschen Provinzradiosendern.

Solo ging Smith, nicht unüberraschend, ruhigere Wege, die fast schon naturgesetzmäßig weniger wahrgenommen wurden. Ein Fan-Ding, mehr nicht. Mit „Contradictions“, seinem zweiten Alleingang, reicht Smith die Hand aus zu seinem angestammten Sound, schöne Melodien eingebettet in unaufgeregt rockendes Surrounding.

Wie eine Light-Version seiner bekannten Band klingt Smith mit den Intimations, ein bisschen verspielter, ein bisschen weniger druckvoll. Die Intimations, das soll wohl ein Fingerzeig sein auf Smith’ Unterstützer: Indie-Szenenamen wie Wendy Smith von Prefab Sprout an den Backing Vocals oder Silver Fox’ Rachel Lancaster and Field Musics Peter Brewis als Gäste hier und da.

Alternative, dynamische Popmusik, eloquent und kenntnisreich kreiert; besonders zu Beginn eines Paul Smith-Songs muss neidlos ein hoher Grad an Professionalität attestiert werden, wie Gitarren in den Basslauf einstimmen, wie Kuhglocken in den ersten Sekunden starke Tupfer setzen, die das Schlagzeug anschließend ausarbeiten darf. Auf „Contradictions“ sind echte Popmusiker am Werk, die wissen wie man einen Strophe-Refrain-Gassenhauer schreibt.

Nur leider ist das alles viel zu profan, viel zu gewöhnlich innerhalb einer kreativen Popmusikwelt, die stetig das besondere sucht. Smith bildet da keine Ausnahme und tickt genauso: „I only ever want to release music that I feel adds something new to the world, however small“, zitiert ihn der Promo-Text. Auch im noch so kleinen Maßstab: „Contradictions“ mit all seiner Durchschnittlichkeit und Indie-Normalität verfehlt das selbstgesetzte Ziel deutlich. Es ist dann doch nichts anderes, als das, was meistens herauskommt, wenn Sänger größerer Bands auf Solopfaden wandeln. Ein Fan-Ding.

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