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Julia Holter – Have You In My Wilderness

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Der Albumtitel „Have You In My Wilderness“ klingt poetisch, doch für ihre vierte Platte hat Julia Holter erstmals keine literarischen Werke zur Inspiration verwendet. Vielmehr, so gibt die 30-jährige Musikerin, Komponistin und Sängerin zu Protokoll, habe sie intensiv ihre eigenen Erfahrungen und Gefühle auf „Songtauglichkeit“ geprüft.

Entstanden ist so das bisher zugänglichste, persönlichste und poppigste Werk der Kalifornierin – wobei „Pop“ bei Holter nichts mit Mainstream- und Chartstauglichkeit zu tun hat. Julia Holters Pop ist Kunst, Art-Pop zwischen Klassik und Avantgarde. Inzwischen nicht mehr so entrückt wie auf ihrem Debüt „Tragedy“ von 2011 oder dem Nachfolger „Ekstasis“, der sie berühmt machte – mit „Have You In My Wilderness“ öffnet sich Holter der Welt, ohne ihre ambitionierte Seite zu verstecken.

Drehte sich „Loud City Song“, ihr Album von 2013, um das Leben in den Metropolen der Welt, ist „Have You In My Wilderness“ der Liebe gewidmet. Mal spartanisch, oft üppig instrumentiert sind die Songs, komplex strukturierte Balladen allesamt. Ungewohnt leichtfüßig, lichtdurchflutet und mit nostalgischem Flair sind die Stücke, die zum Teil an die goldene Singer-/Songwriter-Ära der sechziger Jahre erinnern, an Carole King etwa, in ihren kunstvollen Arrangements aber auch an Kate Bush (z.B. „Vasquez“ oder „Betsy on the Roof“) – und doch trifft kein Vergleich wirklich zu, dafür ist Julia Holters Musik zu sehr in sich selbst verankert.

Holter braucht keine Vorbilder, sie ist ihr eigener Bezugspunkt, ihre Wandelbarkeit entspringt ihrer Ausnahmebegabung. Das getragene „How Long“ zum Beispiel schwelgt in Streicher- und Piano-Arrangements, eingespielt von einem Orchester aus Los Angeles. Das vorab veröffentlichte „Sea Calls Me Home“ mit seinem zurückhaltenden Bläsersolo und Julias euphorisch gesungenem Text, „I can’t swim. It’s lucidity. So clear!“ bezeichneten Fans als Holters schönsten Song überhaupt – ein Stück für die Ewigkeit ist Holter da gelungen.

Doch sie wagt sich auch auf anderes Terrain: „Everytime Boots“ ist für Holters Verhältnisse beinahe übermütig, verspielt – die Besinnung auf ihre eigenen Gefühle tut Holters Musik offensichtlich sehr gut.

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