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Boy And Bear – Limit Of Love – Ab ins Rampenlicht

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Wenn bisher Funktionierendes ins Stocken gerät, ist es manchmal hilfreicher loszulassen und neue Wege zu beschreiten, anstatt sich mit nicht enden wollenden Reparaturphasen aufzuhalten. Wie im Fall von Boy & Bear kann eine derartige Veränderung nämlich unter Umständen wahrlich Großes bewirken.

Zum Hintergrund: Die vier Folk-Rocker aus Australien verließen sich in der Vergangenheit stets auf das Songwritinggespür ihres Sängers Dave Hoskins. Das funktionierte auch immer wunderbar – bis zum Dezember 2014. Nach 170 gespielten Shows war die Band ausgebrannt – vor allem Dave. Er fand einfach weder Zeit noch Ruhe um sich um neue Songs zu kümmern.

Die Lösung: Einer für alle, alle für einen! Die Band sprang in die Bresche. Erstmals tüftelten alle gemeinsam an neuen Ideen. Das Ergebnis: ein knappes Dutzend neuer Tracks, die unter dem Albumbanner „Limit Of Love“ jeden Freund kantiger Rock-meets-Folk-Klänge vom ersten Akkord an in ihren Bann ziehen werden.

Eine Prise Dan Auerbach („Limit Of Love“) Erinnerungen an die Dire Straits („Walk The Wire“) und Kniefälle vor den Haustüren von Neil Young und Tom Petty („Where’d You Go“) sorgen gleich zu Beginn für tosenden Beifall vor den heimischen Boxen.

Doch das ist erst der Anfang. Songs wie der groovende Piano-Schunkler „Hollow Ground“, das melancholisch tapsende „Breakdown Slow“ oder der akustische Fernreisebegleiter „Man Alone“ schieben sich ganz nach oben auf die Liste der Top-Folk-Rock-Songs des Jahres 2015.

Stets von einem leichten Retro-Hauch umgeben, katapultiert sich das neue Material der Mannen aus Down Under ohne Umwege ins internationale Genre-Rampenlicht. Da soll nochmal einer behaupten, dass man Grundsätzliches nicht in Frage stellen sollte. Boy & Bear haben es gewagt – und werden dafür belohnt. Applaus!

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