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The Jon Spencer Blues Explosion – Live im Columbia Theater, Berlin

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Fünfzig Jahre zählt Jon Spencer inzwischen. Von den Anfängen Mitte der Achtziger mit der Vorgängerband Pussy Galore, dem Aufstieg zur Garage Rock-/Blues Punk-Institution in den Neunzigern, dem sich Austoben mit seinem Rockabilly-Sidekick Heavy Trash in den Nullerjahren, zu einer rasanten Erneuerung seiner Stammband mit Hochgeschwindigkeits-Rock’n’Roll zuletzt: dieser Jon Spencer hat wahrlich schon alle erdenklichen Ecken des Bluesrock ausgekundschaftet.

Schier unglaublich daher, welchen Pfad dieses wie ein Urwerk laufende Trio aus Spencer, Judah Bauer und Russell Simins mittlerweile eingeschlagen hat. Was da gestern im Berliner Columbia Theater stattfand, war ein Orkan, ein Gewitter aus Rock, Blues und Punk. Nonstop ohne Pause.

Die die fünfte Lebensdekade erreicht habenden Protagonisten dieser Band, die es schon ewig gibt und die schon ewig touren, legten hier eine Rasanz und Kompromisslosigkeit an den Tag, als seien sie die heißesten Newcomer im Garage-Rock. Hätte die Blues Explosion auch nur annähernd ihren wohlverdienten Applaus zwischen den einzelnen, live die drei-Minuten-Marke nie knackenden, Songs eingeholt, hätten sie nur kurz innegehalten zwischen den Stücken, um Danke zu sagen, Luft zu halten, am Wasser oder Bier zu nippen, der Abend wäre deutlich länger als zwei Stunden gegangen.

Doch dieses neunzigminütige Ereignis kannte keine Pausen, Kompromisse oder Schwächephasen und fühlte sich daher an wie drei Stunden. Ich habe die Blues Explosion inzwischen zum dritten Mal gesehen und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sie live immer punkiger, schneller und tougher wird. Und das in dem Alter! Wie Spencer, Bauer und Simins triefen nach getaner Arbeit, wie souverän sie das Publikum beherrschen und ihm die größten Leidenschaften und Emotion erst ganz zum Schluss zu entlocken verstehen: Das ist nichts anderes als preisverdächtig.

Ich habe mich noch schnell vergewissert nach dem Konzert und in der umfangreichen Discographie dieser Band gewühlt, und tatsächlich: Keines der früheren Alben war so flott, druckvoll und energetisch, wie die letzten beiden. Die Blues Explosion, unsere alte Rock’n’Roll-Institution, ist zu einer waschechten Blues Punk-Band mutiert. Und was für einer!

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