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Fettes Brot – Live im Haus Auensee, Leipzig

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Fettes Brot ziehen. Die Teenager vom Mars hatten für Freitag ihre Landung im Leipziger Haus Auensee angekündigt und die Fans kamen reichlich. Paris und den in den Medien verkündeten, bundesweit dramatisch eingebrochenen Ticketverkaufszahlen nach den Anschlägen zum Trotz war die Bude rappelvoll.

Lange mussten die Besucher nicht auf Aktivitäten auf der Bühne warten, Fatoni begann um kurz nach acht sein Set. Zusammen mit Dexter performte er Stücke aus seinem erst am 6. November erschienenen formidablen Album „Yo, Picasso“, die Resonanz hielt sich in Grenzen. Das Publikum war eher auf Hits gebürstet und wollte den tendenziell eher politischen Texten vom Rapper, wie der Einladung zum Urlaub auf Lampedusa in „32 Grad“, nicht gänzlich folgen.

Auf die Frage vom bekennenden Mike Skinner-Fan Fatoni, wer diesen und dessen Band The Streets noch in Erinnerung hat, waren die Handzeichen ebenfalls relativ übersichtlich. Vielleicht lag das daran, dass das ortsansässige, sponsernde Gute-Laune-Radio dessen Stücke auch selten im Musik-Portfolio hat. Dass die Ankündigung seines letzten Songs nach einer guten halben Stunde zum Teil beklatscht wurde, war allerdings ein wenig respektlos.

Umbaupause, kurz vor neun geht das Licht aus, verdeckt landet ein Raumschiff, der Beat wird lauter, der Vorhang fällt und das Titelstück der aktuellen Platte knallt aus den Boxen. Damit geben die drei Rapper von Fettes Brot und ihre vierköpfige Live-Band den Takt des Abends vor und die Party nimmt ihren Lauf.

„Können diese Augen lügen“ und „Du Bist Shit“ folgen, dazwischen gutgelaunte Plauderei. „Es ist Freitagabend, aber für die Band war jeder der letzten Abende ein Freitagabend“ plaudert Björn Beton. Mit dieser Feier-Routine im Gepäck geht in der Folge nichts schief. Die Songs von „Teenager Vom Mars“ werden geschickt in die Gassenhauer eingebettet, besonders unterhaltsam wird es, wenn die Texte der Songs auf Fremdmelodien gepackt werden.

Da passt „Erdbeben“ auf „That`s The Way (I Like It)“ oder „Wacklige Angelegenheit“ auf, klar, „Lambada“. Der diesbezügliche Höhepunkt wird bei „Nordisch By Nature“ erreicht, welches komplett dem Rhythmus von u.a. „I Like To Move It“ oder „Ghostbusters“ folgt und das Publikum zur ersten flächendeckenden Gesangseinlage animierte. Mit „Jein“ folgt die nächste große Nummer, aber kein Fettes Brot Konzert ohne Statement. Die folgen zu aktuellen Themen der Zeit vor „Meine Stimme“ (natürlich singt dabei wie auf dem Album Fatoni mit) oder „Ganz schön Low“.

Nach dem rituellen Schwenken der St.Pauli Fahne während „Für Immer Immer“ steuert das Konzert auf den vorläufigen Siedepunkt zu: „Emanuela“ gerät zu einer 10-minuten-Version, die am Ende etwas monoton gerät und ein wenig an „Hyper, Hyper“ erinnert. Danach wird es etwas ruhiger, Herzschmerz begleitet „Amsterdam“, „Echo“ und „An Tagen Wie Diesen“ wird geboten. Nach dem Herumgealbere bei „Selfiestick“ schließen die Hamburger mit dem potentiellen Apres-Ski Hit der Saison „Das Letzte Lied Auf Der Party“ vorerst die Show.

Vor der ersten Zugabe wird das Weihnachtsmarkt-Bühnenbild durch einen Vorhang ersetzt, auf dem ein riesiges Plattenregal mit allen Scheiben der Crew aufgedruckt ist. Björn Beton, Doc Renz und König Boris kommen in roten Overalls auf beleuchteten Fahrrädern zurück und rappen über das Turntable-Medley von DJ exel. Pauly diverses aus der Bandgeschichte. Mit dabei „Silberfische Unter Meinen Bett“, „Definition Von Fett“ und „KussKussKuss“. Dazwischen wieder importierte Beats, diesmal „Conga“ von Miami Sound Machine. Nach einer Getränke-Dusche für die ersten Reihen während „Meh`Bier“, hüpfen die Männer Gartenzwergen gleich zu „Jump Around“ von der Stage.

Ein Song noch fehlt noch und der wird von den Anwesenden laut eingefordert. Denn was bei den Tocos „Freiburg“ ist bei den Broten „Schwule Mädchen“. Sie kommen zurück, geben noch mal richtig Gas, erst mit „Lauterbach“ dann mit „Bettina, Zieh Dir Bitte Etwas An“ bis es soweit ist: Der geforderte Knaller lädt zum Pogo ein und entlässt die zufriedenen Fans kurz vor elf in die Nacht.

Klar ist: Die Jungs sind keine, wie ihnen zuletzt gern angedichtet, Berufsjugendliche, sondern jugendlich aus Berufung, die sich und das Leben feiern und auch im fortgeschrittenen Alter jeden Saal locker zum Kochen bringen.

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